Video vom 1.10.2021; Dauer: 10:17 min.
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Video vom 1.10.2021; Dauer: 10:17 min.
Das Bundeskabinett hat heute eine Fortschreibung des Ressourceneffizienzprogramms beschlossen. Germanwatch begrüßt grundsätzlich das Regierungsvorhaben zur Ressourceneffizienz, insbesondere bei Menschenrechtsfragen sei der ursprüngliche Entwurf des Umweltministeriums jedoch stark abgeschwächt worden. “An vielen Stellen finden wir nun nur Lippenbekenntnisse anstatt eines verbindlichen Rahmens”, bedauert Cornelia Heydenreich, Teamleiterin Unternehmensverantwortung bei Germanwatch. Sie betont: “Ressourcenschutz muss mit Menschenrechtsschutz einher gehen.”
Im September-Entwurf hatte es noch geheißen: “Bei allen Förderinstrumenten der Rohstoffstrategie wird die staatliche Förderung an die verbindliche Einhaltung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte […] gekoppelt.” Heydenreich: “Das ist das Ambitionsniveau, das wir gebraucht hätten.” Jetzt heißt es nur noch, dass die Förderwürdigkeit hinsichtlich Menschenrechten “geprüft” wird. Das Ressourceneffizienzprogramm verweist lediglich auf den parallel laufenden Prozess zur Erarbeitung eines “Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte”, der im Mai ins Bundeskabinett gebracht werden soll. “Nun liegt es an der Bundesregierung, im Mai einen so ambitionierten Nationalen Aktionsplan vorzulegen, wie es versprochen wurde. Dieser muss insbesondere ein Gesetz zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht beinhalten”, fordert Heydenreich.
Kaum wirksame Maßnahmen zur längeren Nutzung von Produkten
Auch bei den Maßnahmen zur Förderung von längerer Nutzung von Produkten hat die Bundesregierung vielversprechende Ansätze wie die Schaffung der EU-rechtlichen Voraussetzung für eine Mehrwertsteuervergünstigung zugunsten ressourcenschonender Güter und Dienstleistungen (z.B. Reparaturen) wieder aus ihrem Plan genommen. “Die Maßnahmen der Bundesregierung sind zu zaghaft, um wirklich eine längere Nutzung von Geräten voranzutreiben”, kritisiert Heydenreich.
Zu begrüßen ist dagegen, dass sich die Bundesregierung klar zu einer anspruchsvollen Umsetzung der EU-Verordnung zu Konfliktmineralien bekennt. Heydenreich: “Wir fordern die Bundesregierung auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, um dafür in den kommenden Wochen auf EU-Ebene eine brauchbare Grundlage zu schaffen. Es darf nicht den Unternehmen überlassen werden, ob sie in den Abbauregionen blutige Konflikte finanzieren oder nicht.” Seit Anfang Februar verhandeln die EU-Kommission, das EU-Parlament und die EU-Staaten über eine Verordnung zu Konfliktmineralien.
Der Rohstoffsektor verursacht immer wieder besonders umfangreiche Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsumsiedlungen, gewaltsame Repressionen oder auch Arbeitsrechtsverletzungen bis hin zum Unfalltod. So betrafen nach einer Studie im Auftrag des früheren UN-Sonderbeauftragten für Wirtschaft und Menschenrechte, John Ruggie, mit 28 Prozent die meisten wirtschaftsbezogenen Menschenrechtsvorwürfe den Abbau von Rohstoffen.
Quelle: Mitteilung vom Germanwatch vom 02.03.2016
https://germanwatch.org/de/11901
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DE-News, Ressourceneffizienz, Umweltpolitik
Bei der ersten Großveranstaltung im Grand Palais Éphémère auf dem Champ–de–Mars feierte das 10. Internationale Holzbauforum FBC einen Auftritt, der selbst Staatspräsident Macron und seine Minister auf Bauen mit Holz aufmerksam macht.
Wie nie zuvor passten beim Jubiläumsauftritt des französischen Holzbauforums Inhalt und Verpackung zusammen. Als Werbung für den Holzbau spricht das temporäre Grand Palais Ephémère für sich. Dazu passend das eigens für das Forum geschaffene Auditorium Ephémère aus gebogenen CLT–Paneelen und die ebenfalls für diese Ausgabe entwickelten Messestände „Belleville“ aus Laubholz. Diese überzeugende Einbettung der Botschaft über den Wandel in Richtung Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen zog nicht nur 6800 registrierte Besucher an, sondern auch zwei Minister und den Staatspräsidenten Macron. Die kurz darauf bekanntgegebene Absicht, die vor einem Jahr genehmigte Hilfe für die Forst– und Holzbranche um 100 Millionen Euro aufzustocken, steht unverkennbar im Zusammenhang zu diesem Auftritt.
Die bislang letzte Präsentation der Holzbranche in Paris hieß ‚Paris Capitale‘ und verwandelte die Champs–Elysées in einen Garten. Für dieses Event griff die Branche weit mehr in die Tasche, als es beim 10. Internationalen Holzbauforum der Fall war. Im Bereich des Holzbaus lässt sich die Wirkung des 10. Forums lediglich mit der Ausstellung über Holzhäuser vergleichen, die der Architekt Roland Schweitzer 1979 im Centre Pompidou veranstaltete. Sie wurde von über einer Million Menschen besucht und markiert den Anfang des modernen Holzbaus in Frankreich.
Eine Zukunft für uns alle
Für die Veranstalter des Forums war es wichtig, die Branche wirkungsvoll zu präsentieren, um die derzeit oftmals mediale Stimmung gegen Holzverarbeitung zu entkräften. So kam es zur einzigartigen Gestaltung eines Konzepts für emissionsarme Events mithilfe von Holz. „Réservez un futur“: „Eine Zukunft reservieren“! Ein wichtiger Strategieansatz: Die Emissionen des Messeauftritts zu reduzieren durch Verzicht, Neuverwendung und Rückgriff auf nachwachsende Baustoffe. Das Forum verzichtete auf Teppichböden, setzte Holztische ein, die aus den Türen eines aufgelösten Pariser Krankenhauses entstanden sind, und entwickelte neue flexible Messeeinrichtungen aus Holz.
Emission, Kompensation und Wahrnehmung des Forums „Ökologisch gestalteter Holzbau“.
Zum zweiten Teil der Strategie gehört die Untersuchung des Lebenszyklus eines Holzbauforums und die Berechnung der Emissionen des 10. Forums. Diese Analyse hilft den Veranstaltern, nächste Schritte in Richtung Emissionsneutralität mit einzuplanen. Was als Emissionen noch übrigbleibt, wird durch die Bepflanzung einer eigens dafür bestimmten Waldparzelle in Epinal/Nancy Frankreich kompensiert. Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen Setzling für 6 Euro zu kaufen. In diesem Fall ging es um die Neupflanzung einer zwei Hektar großen Parzelle nördlich von Nancy mit Lärchen und Atlaszedern.
Thematisch gegliederte Ausstellung zum Thema Holzbau
Auf die Besucher wirkte dieser Ansatz konsequent und belebend. Die Stände „Belleville“ wurden an den Veranstaltungsspezialisten GL Events verkauft, und das Auditorium interessiert die Organisatoren der Olympischen Spiele 2024 in Paris zur weiterführenden Nutzung. Die Verquickung der Berechnung von Emissionen und ihre Kompensation durch die Kongressteilnehmer wurde innerhalb der Branche mit Wohlwollen und Begeisterung aufgenommen. Immerhin konnten von ursprünglich veranschlagten 2000 Bäumen für 2000 Kongressteilnehmer/Innen etwas mehr als 1300 verkauft werden. Wobei einige Besucher/Innen bis zu 150 Bäume bestellten. Der Landwirtschaftsminister Julien Denormandie griff während des Durchgangs zum Portemonnaie und
kaufte fünf Setzlinge, die er auf die Namen seiner Kinder taufte.
Das Konferenzprogramm ist abrufbar
Noch wichtiger war die mediale Wirkung des Konzepts „Réservez un futur“. Mehr als 400 Artikel erschienen in der allgemeinen Presse über die Veranstaltung. Damit machte das Forum einen gewaltigen Sprung in die Öffentlichkeit, und das gilt auch für alle anderen Veranstaltungen des
Holzbauforums. Vor allem aber zeigte sich der Holzbau endlich von einer Seite, die den gängigen Anfechtungen wegen Abholzung standhält. Das 10. Forum läutete wahrhaftig eine neue Ära ein, vorausgesetzt, dass die französische Holzbranche diese historische Gelegenheit zu nutzen weiß.
Erste Nagelprobe wird im September die von der Regierung lange angekündigten und nun anberaumten „Assises de la forêt et du bois“ (Versammlung der Forst– und Holzbranche). Dort soll es um die Verteilung der zusätzlich versprochenen Gelder gehen, aber nur, wenn die Branche gewillt ist, endlich an einem Strang zu ziehen. Wie das gelingen kann, hat das 10. Forum im Alleingang eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Wer sich auf dieses wichtige Treffen vorbereiten möchte, kann die gesamten Aufzeichnungen der Konferenzen für sechs Monate mieten:
https://vimeo.com/ondemand/forumboisconstruction21
Bisher gab es dafür im Rahmen der Holzbauforen nur die gedruckten Zusammenfassungen. Zukunftsweisend ist auch die erstmalige Live–Ausstrahlung der Konferenzen während des Forums. In Französisch–Guyana und in Kanada machte man davon Gebrauch. Auf diese Weise werden die Holzbauforen zu globalen Events. Ihre Wirkung zur Förderung des Holzbaus wächst.
Epinal–Nancy vom 6. bis 8. April 2022
Das nächste Internationale Holzbauforum findet vom 6. bis 8. April 2022 in Épinal–Nancy statt.
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Ziel des Programms EnergiespeicherPLUS ist es, den Ausbau von Photovoltaik in Berlin voranzutreiben und den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auch in sonnen- und windarmen Zeiten erhöhen. Das kommt dem Klimaschutz zugute, da CO 2 -Emissionen vermieden werden. Aus Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms werden Zuschüsse zu den Investitionskosten für Stromspeicher gegeben, wenn gleichzeitig eine Photovoltaikanlage errichtet wird. Die
IBB Business Team GmbH setzt das Programm um. Seit dem 1. Januar 2020 kann nun schnell und einfach ein elektronischer Antrag auf Förderung bei der IBB Business Team GmbH unter www.energiespeicherplus.de gestellt werden.
Energiesenatorin Ramona Pop: „Jede Berlinerin und jeder Berliner kann einen Beitrag zur Energiewende in unserer Hauptstadt leisten. Mit unserem Förderprogramm EnergiespeicherPLUS unterstützen wir dabei. Ich freue mich über das große Interesse. Seit Oktober sind bereits über 200 vorläufige Anträge gestellt worden. Jede neue Photovoltaikanlage trägt dazu bei, dass wir unserem Ziel klimaneutral zu werden einen Schritt näher kommen.“
Wir bezuschussen die Anschaffung und Inbetriebnahme von Solarenergiespeichern von bis zu 15.000 Euro. Verfügt der Speicher über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, kommt ein Bonus von 300 Euro hinzu. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass gleichzeitige mit dem Speicher eine Photovoltaikanlage gekauft und in Betrieb genommen wird. Die Förderung kann mit anderen Fördermitteln, z.B. aus dem Förderprogramm für Wirtschaftsnahe Elektromobilität oder aus dem Dachbegrünungsförderprogramm, kombiniert werden. Alle Besitzerinnen und Besitzer von Gebäuden in Berlin können die Förderung beantragen.
3.1.2020 | Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe
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Beschaffung, CarSharing, DE-News, Energiespeicher, Erneuerbare, Fördergelder, Mobilität, News-Blog Berlin, Stromspeicher, Umweltpolitik, eMobilität, Ökologie
Im Interview widmet sich Hermann Kaufmann dem Material Holz und erzählt welche Rolle das Material und die Architektur in seinem Leben spielt.
Hier geht es zum Interview:
www.detail.de/artikel/holz-ist-ein-versprechen…
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Akteure, Baustoffe / Konstruktion, DE-News, Holzbau, NaWaRohs, Ressourceneffizienz, Ökologie