Video (2019) über die Aufstockung der Platensiedlung in Ginnheim
Veröffentlicht
3:16 min. Mai 2019
Luftaufnahmen einer Drohne zeigen den Stand der Umsetzung im Mai 2019. Die Platensiedlung in Ginnheim (Frankfurt am Main) wird ohne zusätzliche Flächenversiegelung mit 2 Geschossen aufgestockt und die Bestandsbauten werden energetisch saniert.
Bei dem Projekt handelt es sich um die größte Nachverdichtung einer Siedlung in Frankfurt seit vielen Jahren und derzeit wohl das größte Projekt dieser Art in Deutschland (Stand 28.05.2019).
Die öffentliche Nettostromerzeugung hat 2023 einen Rekordanteil erneuerbarer Energien von 59,7 Prozent erreicht. Der Anteil an der Last lag bei 57,1 Prozent. Das geht aus einer Auswertung hervor, die das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE heute vorgelegt hat. Bei Wind- und Solarstrom wurden 2023 neue Bestwerte erzielt. Die Erzeugung aus Braunkohle (-27 Prozent) und Steinkohle (-35 Prozent) ging dagegen stark zurück. Beim Ausbau der Erzeugungskapazitäten stach die Photovoltaik hervor: Mit ca. 14 Gigawatt war der Zubau erstmals zweistellig und übertraf das gesetzliche Klimaschutzziel der Bundesregierung deutlich. Quelle der Daten ist die Plattform energy-charts.info
Photovoltaik-Anlagen haben im Jahr 2023 ca. 59,9 TWh erzeugt, wovon 53,5 TWh ins öffentliche Netz eingespeist und 6,4 TWh im Eigenverbrauch genutzt wurden. Der Juni 2023 war mit rund 9 TWh der Monat mit der höchsten solaren Stromerzeugung jemals. Die maximale Solarleistung wurde mit 40,1 GW am 7. Juli 13:15 Uhr erreicht, das entsprach einem Anteil an der Stromerzeugung von 68 Prozent. Der Photovoltaik-Ausbau übertraf im Jahr 2023 deutlich die Ziele der Bundesregierung: Statt der geplanten 9 Gigawatt wurden bis November 13,2 Gigawatt errichtet, bis Ende 2023 werden es nach vorläufigen Daten mehr als 14 Gigawatt sein. Das ist ein starker Anstieg gegenüber 2022 (7,44 GW). Damit war der PV-Ausbau in Deutschland erstmals im zweistelligen Bereich.
Die Wasserkraft legte gegenüber 2022 zu von 17,5 TWh auf 20,5 TWh. Die installierte Leistung von 4,94 GW hat sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert.
Die Biomasse lag mit 42,3 TWh auf dem Niveau von 2022 (42,2 TWh). Die installierte Leistung liegt bei 9 GW.
Insgesamt produzierten die erneuerbaren Energien im Jahr 2023 ca. 260 TWh und damit etwa 7,2 Prozent mehr als im Vorjahr (242 TWh). Der Anteil der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien an der Last, d.h. dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag bei 57,1 Prozent gegenüber 50,2 Prozent im Jahr 2022. Die gesamte Nettostromerzeugung beinhaltet neben der öffentlichen Nettostromerzeugung auch die Eigenerzeugung von Industrie und Gewerbe, die hauptsächlich mit Gas erfolgt. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Nettostromerzeugung einschließlich der Kraftwerke der »Betriebe im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden« liegt bei ca. 54,9 Prozent (2022: 48,2 Prozent).
Die Last im Stromnetz betrug 457 TWh, ca. 26 TWh weniger als 2022. Aufgrund der hohen Strompreise und der höheren Temperaturen wurde wohl deutlich Strom eingespart. Auch der gestiegene Eigenverbrauch von Solarstrom senkt die Last. Die Last umfasst den Stromverbrauch und die Netzverluste, aber nicht den Pumpstromverbrauch und den Eigenverbrauch der konventionellen Kraftwerke.
Kohlestrom stark zurückgegangen
Nachdem 2022 die deutschen Kohlekraftwerke – aufgrund des Ausfalls französischer AKWs, aber auch wegen der Verwerfungen im Strommarkt durch den Ukrainekrieg – ihre Produktion hochgefahren hatten, sank ihr Anteil 2023 deutlich. So lag aufgrund des gesunkenen Kohlestromexports, aber auch wegen der guten Windbedingungen, die Erzeugung im November 2023 27 Prozent unter dem Vorjahresmonat.
Insgesamt ging die Erzeugung aus Braunkohle für den öffentlichen Stromverbrauch um ca. 27 Prozent zurück, von 105,9 auf 77,5 TWh. Hinzu kommen 3,7 TWh für den industriellen Eigenverbrauch. Die Bruttostromerzeugung fiel auf das Niveau von 1963.
Die Nettoproduktion aus Steinkohlekraftwerken für den öffentlichen Stromverbrauch betrug 36,1 TWh (-35 Prozent) und 0,7 TWh für den industriellen Eigenverbrauch. Sie war um 21,4 TWh niedriger als 2022. Die Bruttostromerzeugung fiel auf das Niveau von 1955. Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung blieb mit 45,8 TWh für die öffentliche Stromversorgung und 29,6 für den industriellen Eigenverbrauch leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Durch die Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke Emsland, Neckarwestheim und Isar am 15. April 2023 trug die Atomkraft nur noch 6,72 TWh zur Stromerzeugung bei, das entspricht einem Anteil von 1,5 Prozent.
Batteriespeicher entwickeln sich rasant
Mit dem Ausbau fluktuierender erneuerbarer Energien steigt auch der Bedarf an Netzausbau sowie an Speicherkapazität. Batteriespeicher, die dezentral errichtet werden, um die Erzeugung von Wind- und Solarstrom zu puffern, sind besonders gut geeignet. Das Segment der Privathaushalte zeigt ebenso wie bei den Photovoltaikanlagen ein starkes Wachstum. Insgesamt verdoppelte sich die installierte Batterieleistung fast von 4,4 GW in 2022 auf 7,6 GW in 2023, die Speicherkapazität stieg von 6,5 GWh auf 11,2 GWh. Die Leistung der deutschen Pumpspeicherwerke liegt bei rund 6 GW.
Export und Börsenstrompreis rückläufig
Nachdem 2022 im Stromhandel ein Exportüberschuss von 27,1 TWh erzielt wurde, war 2023 ein Importüberschuss von 11,7 TWh zu verzeichnen. Dies lag besonders an den geringeren Stromerzeugungskosten in den europäischen Nachbarländern im Sommer und den hohen Kosten der CO2-Zertifikate. Der Großteil der Importe kam aus Dänemark (10,7 TWh), Norwegen (4,6 TWh) und Schweden (2,9 TWh). Deutschland exportierte Strom nach Österreich (5,8 TWh) und Luxemburg (3,6 TWh).
Im Winter stiegen die Börsenstrompreise wieder an und die CO2-Zertifikate wurden günstiger. Das führte bereits im November zu einer ausgeglichenen Bilanz und im Dezember auch in Verbindung mit einer hohen Windstromerzeugung zu Exportüberschüssen. Deutschland hat im Gegensatz zu seinen Nachbarländern (Österreich, Schweiz, Frankreich) auch im Winter genügend Kraftwerkskapazitäten, um Strom für den Export zu produzieren.
Der durchschnittliche volumengewichtete Day-Ahead Börsenstrompreis ging stark zurück auf 92,29 €/MWh bzw. 9,23 Cent/kWh (2022: 230,57 €/MWh). Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 2021.
Eine ausführliche Präsentation der Daten zu Stromerzeugung, Import/Export, Preisen, installierten Leistungen, Emissionen und Klimadaten finden Sie auf dem Energy-Charts Server: www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2023.pdf
Diese erste Version der Jahresauswertung berücksichtigt alle Stromerzeugungsdaten der Leipziger Strombörse EEX und des europäischen Verbands der Übertragungsnetz-betreiber ENTSO-E bis einschließlich 31.12.2023. Über die verfügbaren Monatsdaten des Statistischen Bundesamtes zur Elektrizitätserzeugung bis September 2023 wurden die Viertelstundenwerte der EEX energetisch korrigiert. Für die restlichen Monate wurden die Korrekturfaktoren auf Basis zurückliegender Monats- und Jahresdaten abgeschätzt. Die hochgerechneten Werte von Oktober bis Dezember unterliegen größeren Toleranzen.
Zugrunde liegen die Daten zur deutschen Nettostromerzeugung zur öffentlichen Stromversorgung. Sie ist die Differenz zwischen Bruttostromerzeugung und Eigenverbrauch der Kraftwerke und wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die Stromwirtschaft rechnet mit Nettogrößen, z.B. für den Stromhandel und die Netzauslastung, und an den Strombörsen wird ausschließlich die Nettostromerzeugung gehandelt. Sie repräsentiert den Strommix, der tatsächlich zu Hause aus der Steckdose kommt.
Dezentral erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien kann bilanziell und perspektivisch den Bedarf an elektrischer Energie in Bayern decken. Das ist das Ergebnis einer gemeinsam angelegten Studie der Netzbetreiber Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk), LEW Verteilnetz GmbH (LVN) und Main-Donau Netzgesellschaft. Die Bayerischen Stromnetzbetreiber haben analysiert, welche Entwicklungspfade hinsichtlich der regenerativen Stromerzeugung für Bayern möglich sind und ob Klimaneutralität im Stromsektor erreicht werden kann. Wissenschaftlich begleitet wurden die Netzbetreiber dabei von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.
Studie beschreibt vier Szenarien
Die aktuelle Untersuchung knüpft an die Vorgängerstudie aus dem Jahr 2015 an und beschreibt die zukünftige Entwicklung der regenerativen Stromerzeugung in Bayern. In vier Szenarien liegen in hoher regionaler Auflösung die Prognosen für Wind und Photovoltaikanlagen auf Gebäuden sowie Freiflächen vor. Die beiden Szenarien „Vernetzung“ und „Regionale Erzeugung“ richten den Blick bis in das Jahr 2060 und gehen von einer vollständigen Klimaneutralität der Stromerzeugung in Bayern aus. Dies erfordert einen erheblichen Zubau an Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Eine CO2-neutrale Stromversorgung lässt sich hingegen nicht erreichen, wenn der Zubautrend der letzten drei Jahre lediglich fortgeschrieben (Szenario Trend) oder der aktuelle bundespolitische Rahmen (Szenario Politik) zugrunde gelegt wird.
Verteilnetze als Rückgrat einer dezentralen Energieversorgung
„Wir brauchen noch mehr Dynamik beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, wenn wir die Idee einer klimaneutralen Energieversorgung erreichen wollen“, sagt Egon Westphal, technischer Vorstand des Bayernwerks. „Den Verteilnetzen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Sie werden auch in Zukunft das stabile Rückgrat einer dezentralen Energieversorgung sein. Darauf können sich die Menschen in Bayern verlassen“, so Dr. Egon Westphal.
Neben der weiteren Integration der erneuerbaren Anlagen in das Stromnetz wird auch die absehbar zunehmende Beanspruchung der Stromnetze im Zuge neuer Anwendungen wie der Elektromobilität eine zentrale Aufgabe bleiben. Durch Netzausbau, den Einsatz innovativer Technologien sowie der Digitalisierung und Flexibilisierung in Erzeugung, Verbrauch und Speicherung sehen die Verteilnetzbetreiber sich für diese Aufgaben gut gerüstet. „Wir können den notwendigen Netzausbau zusätzlich optimieren, wenn wir auf Flexibilitätsoptionen in Erzeugung, Verbrauch und Speicherung netzdienlich zugreifen können“, erklärte Dr. Egon Westphal. Zudem werden die Verteilnetzbetreiber ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren, um auch in Zukunft einen sicheren und effizienten Betrieb der Stromnetze sicherstellen zu können.
2060 kann in Bayern Ökostromerzeugung den Verbrauch übersteigen
Einen besonderen Stellenwert mit Blick auf die klimapolitischen Ziele haben die beiden Szenarien „Vernetzung“ und „Regionale Erzeugung“. Das Vernetzungsszenario setzt dabei einen starken bundesweiten Stromaustausch über Leitungen voraus – im Hinblick auf Kostenoptimierung unter heutigen Bedingungen das ökonomischste Szenario. Im Szenario „Regionale Erzeugung“ wird hingegen Ökostrom bevorzugt vor Ort in Bayern erzeugt. In beiden Szenarien werden 2030 bereits rund 60 TWh grüner Strom erzeugt, 2060 sind es rund 85 TWh. Schreibt man den aktuellen Stromverbrauch fort, ließe sich mit dieser Menge 2030 rechnerisch rund 80 Prozent des Stromverbrauchs decken. 2060 produzieren die bayerischen Ökostromanlagen dann deutlich mehr Strom als verbraucht wird. Perspektivisch steht damit genügend regenerativer Strom für die Elektrifizierung neuer Anwendungen wie Elektromobilität, Ausbau von Wärmepumpen oder Power-to-X Maßnahmen zur Verfügung.
Starker Zuwachs von Photovoltaik
Ein wichtiger Baustein ist in beiden Szenarien der starke Zubau von Photovoltaikanlagen: Die installierte PV-Leistung auf Gebäuden erhöht sich von aktuell 9.500 MW auf 21.100 MW im Jahr 2030 bzw. 32.400 MW im Jahr 2060. Im Vernetzungsszenario verzeichnen zudem die Freiflächenanlagen einen deutlichen Zuwachs, von aktuell 3.000 MW auf 10.000 MW (2030) bzw. 25.200 MW (2060). Während im Regionalszenario der Zubau an Freiflächenanlagen etwas verhaltener ausfällt, kommt hier der Windkraft eine wichtigere Rolle zu. Das Szenario beschreibt einen Zubau der Windkraft von aktuell 2.800 MW auf 5.700 MW (2030) bzw. 9.300 MW (2060).
Windkraft mit regionalen Schwerpunkten
Im Regionalszenario erfolgt der stärkste Zubau von Windkraftanlagen mit +1.500 MW in Unterfranken. Es müssen aber auch Standorte in den südlichen Regierungsbezirken (Niederbayern: +1.200 MW und Schwaben: +1.100 MW) erschlossen werden, um die Klimaschutzziele zu erreichen. In den anderen Regierungsbezirken beträgt der Zubau zwischen 550 und 650 MW. Im Gegensatz zur Windkraft verteilt sich der Zubau von Freiflächenanlagen gleichmäßiger auf alle Regierungsbezirke. Mit 2.300 MW der größte Zubau entfällt auf den größten Regierungsbezirk, Oberbayern.
Im Bayernwerk-Netz heute schon zu mehr als 60 Prozent Erneuerbare
In das Bayernwerk-Netz speisen knapp 300.000 Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien ein, zumeist aus Photovoltaik. Im Summe haben diese Anlagen eine Leistung von nahezu 9.000 Megawatt. So transportiert das Bayernwerk in seinen Netzen heute schon zu mehr als 60 Prozent regenerative Energie. Die wichtigsten Energieträger sind dabei die Photovoltaik, Wasserkraft, sowie Biomasse. Wind spielt eine untergeordnete Rolle.
Sturm, Dürre und Insektenplagen haben in den zurückliegenden drei Jahren den Wald in Deutschland sehr geschädigt. Da ist der „Internationale Tag der Wälder“ am 21. März ein guter Zeitpunkt, sich der vielfältigen Leistungen des Waldes bewusst zu werden.
„Wiederaufbau von Wäldern – ein Weg zu Erholung und Wohlbefinden“, so lautet das Motto der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum diesjährigen „Internationalen Tag der Wälder“. Die Welternährungsorganisation lenkt damit die Aufmerksamkeit auf zwei Dinge:
Es besteht Handlungsbedarf bei der Wiederbewaldung. Nicht umsonst wurde dieser Tag auch als Startpunkt der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen (2021-2030) gewählt. Die notwendigen Maßnahmen sind dabei regional unterschiedlich. In Deutschland haben Sturmschäden, Dürre und Käferbefall in jüngster Vergangenheit zu einem Rekordsterben bei Bäumen geführt. In manchen Gebieten sind ganze Wälder dürr. Laut aktuellem Waldzustandsbericht tragen nur noch 20 Prozent der Waldbäume eine gesunde Krone. Doch der Wiederaufbau ist im vollen Gange. Die Bundesregierung unterstützt über das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit umfassenden Finanzhilfen die Wiederbewaldung und die nachhaltige Waldbewirtschaftung. 277 000 Hektar werden in den nächsten Jahren wiederaufgeforstet. Wichtige Projekte zur breiten Palette an Waldthemen werden durch das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe des BMEL sowie mit dem Waldklimafonds angeschoben, den das BMEL gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) trägt.
Mit acht Kernbotschaften zeigt die FAO auf, wie das Wohlbefinden der Menschen eng verbunden ist mit dem Zustand der Wälder – nicht nur durch den Klimawandel.
Denn der Wald liefert uns ein Füllhorn an Ökosystemleistungen:
Lebens- und Arbeitsraum Wald: Das betrifft nicht nur indigene Völker, die im oder mit dem Wald leben und die direkt von der Zerstörung der Wälder betroffen sind. Auch in einem Industrieland wie Deutschland leben Menschen vom Wald und seinen Produkten: Im Wirtschaftscluster Wald und Holz sind hierzulande über eine Million Menschen beschäftigt.
Erholungsraum Wald: Deutschland ist mit einem Waldflächenanteil von 32 Prozent ein Waldland. Den Deutschen wird traditionell eine enge Verbundenheit mit dem Wald nachgesagt. Statistisch drückt sich das mit über zwei Milliarden Waldbesuchen jährlich aus. Dabei gehen über zwei Drittel der Deutschen regelmäßig in den Wald. Im Schnitt hält sich jeder Besucher mindestens 20 Minuten in der „Grünen Lunge“ auf. Erholung steht an erster Stelle der Gründe für einen Waldbesuch.
Klimaschützer Wald: Mit dem Klimawandel wird uns die Bedeutung der Speicherfähigkeit von Kohlenstoff in der Biomasse der Wälder vor Augen geführt. Durch die Photosynthese entziehen Bäume der Atmosphäre das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2). Damit wirken Wälder dem Klimawandel entgegen. Über 4,5 Milliarden Tonnen CO2 sind im Wald gebunden. Pro Hektar summiert sich das bei unseren heimischen Wäldern auf umgerechnet 114 Tonnen Kohlenstoff.
Biologische Vielfalt: Mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten leben in Deutschlands Wäldern, die damit ein Hotspot der biologischen Vielfalt sind. In unseren Wäldern gibt es fast 200 Baum- und Straucharten, mehr als 1.000 krautige Pflanzenarten, fast 700 verschiedene Moose und mehr als 1.000 verschiedene Flechten- sowie ungezählte Pilzarten. Und vom Rothirsch bis zur Zwergspitzmaus leben in Deutschlands Wäldern 140 verschiedene Wirbeltierarten.
Viele weitere Ökosystemleistungen des Waldes wie etwa die Sauerstoffproduktion, die Luftkühlung und die Luftfilterung finden meist zu wenig Beachtung. Dabei sind Wald, Wasser, Boden und Atmosphäre untrennbar miteinander verbunden. Der Waldkörper bildet das Bindeglied zwischen den Elementen: So nehmen Wälder mit ihrer Verdunstungsrate erheblichen Einfluss auf den atmosphärischen wie den bodengebundenen Wasserkreislauf. Das Oberflächenwasser halten sie mit ihrer rauen Struktur zurück und bieten zusammen mit ihrem gigantischen Wurzelwerk einen formidablen Erosionsschutz. In den Bergwäldern bildet dieses Geflecht sogar den wichtigsten Lawinenschutz. Und obendrein sind Wälder Bodenbildner – mit einem Zentimeter in 100 Jahren erscheint es uns vielleicht langsam. Im erdgeschichtlichen Maßstab ist es allerdings rasant.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und Services zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.