3:42 min, 23.06.2015, Hrsg.: Presseamt München
Projektinfos: https://sdg21.eu/db/muenchen-freiham
Schlagworte: DE-News, Filme, Filme < 4 Min, News-Blog Bayern, Wohnbau-Politik
3:42 min, 23.06.2015, Hrsg.: Presseamt München
Projektinfos: https://sdg21.eu/db/muenchen-freiham
Seit Februar 2017 können sich die Häuser von Chiemgauer Holzhaus das RAL mitd em Gütezeichen GZ 425 auszeichnen. Denn die Massivholzhäuser erreichen in ihrer Klimabilanz einen GWP (Global Warming Potential)-Wert kleiner als Null. Das hat die „Gütegemeinschaft CO2 neutrale Bauwerke in Holz e.V.“ geprüft.
Unter Berücksichtigung aller notwendigen Materialien, wie Betonfundament, Dachziegel, Glasfenster etc., bedeutet das im Fall eines Massivholzhauses mit ca. 150 m² Wohnfläche eine CO2-Senkenleistung von ca. 23.000 kg!
Zum Vergleich: Ein konventionell gebautes Haus mit Ziegelsteinen und ansonsten gleichen Bedingungen belastet die Umwelt mit 24.000 kg CO2. (Quelle: www.chiemgauer-holzhaus.de/
Zertifizierung von CO2 neutralen Massivholzbauwerken
Jedes Bauwerk erzeugt bei der Herstellung der Baustoffe und beim Bau ein nachweisbares „Global Warming Potential“ (GWP), welches vor allem durch den Energierverbrauch bei der Herstellung entsteht. Ziel der neuen Gütegemeinschaft ist es, massive Holzbauwerke zu zertifizieren, deren Herstellungsenergiebilanz einen GWP-Wert kleiner Null hat. Das bedeutet, dass ein hergestelltes Massivholzbauwerk mindestens CO2 neutral ist, oder sogar eine CO2-Senkenleistung erbringt. Hierfür wurde vom „Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung“ (RAL) 2015 das „Gütezeichen CO2 senkende Holzbauwerke“ zugelassen, welches von der „Gütegemeinschaft CO2 neutrale Bauwerke in Holz“ verliehen wird. Das Gütezeichen ist modular aufgebaut und beinhaltet derzeit den Teil A der EPDs als Bestandteil und Grundlage. Sobald weitere europäisch anerkannte und genormte Produktkennzahlen bis zur Entsorgung eines Materials vorliegen, wird das Gütezeichen mit den gleichen Kriterien erweitert werden, um eine ganzheitlichen Betrachtung zu gewährleisten.
Grundlage des „Gütezeichen CO2-senkende Holzbauwerke“ ist Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Je mehr Holz verbaut wird und je mehr Bäume entsprechend nachgepflanzt werden, desto größer ist sowohl kurz- als auch langfristig die CO2-Reduzierung in unserem Klima. Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem Gütezeichen ist die Berechnung und Dokumentation der EPDs sowie die Fremdüberwachung nach den strengen Kriterien des RAL.
INFOS:
Gütegemeinschaft CO2-neutrale Bauwerke in Holz e.V., München
Internet: www.wood-co2.eu
RAL-Richtlinie (Juni 2015): www.wood-co2.eu/file/co2-senkende-holzbauwerke-guetesicherung-ral-gz-425_cf941.pdf
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DE-News, Holzbau, Klimaschutz, Zertifzierung & Labels, Ökobilanz

Violett, grün, blau und gelb – im Inneren der innovativen Batteriespeicher, die jetzt im Klimaviertel der Stadtwerke installiert wurden, geht es künftig bunt zu. Denn das Elektrolyt, das bis zu zehn Kilowattstunden des selbstproduzierten Solarstroms speichern kann, wechselt seine Farbe je nach Ladezustand.
Jeweils 500 Liter der Speicherflüssigkeit fasst jede der neuartigen Redox-Flow-Batterien in den Kellern der sieben Häuser. Die Entwickler des Dortmunder Herstellers Volterion, einem Spin-Off des Fraunhofer Instituts UMSICHT, haben sie selbst in Herne aufgebaut und befüllt. Denn das Klimaviertel ist für sie ein interessantes technisches Demonstrationsobjekt: Bislang haben sie nur Batteriespeicher in Großprojekten installiert. In den Sodinger Einfamilienhäusern ist die Batterie nur etwa so groß wie ein zweitüriger Kleiderschrank.
Gegenüber herkömmlichen Akkus zeichnen sich Redox-Flow-Batterien durch eine hohe Betriebssicherheit und extreme Langlebigkeit aus. Selbst eine vollständige Entladung schadet ihnen nicht.
„Mit der Batterie ist unser Energiekonzept aus Solaranlage und Wärmepumpe nun komplett“, erläutert Stephan Becker, Projektleiter beim Bauherrn Stadtwerke Herne. „Das Klimaviertel geht jetzt auf die Zielgrade.“ In etwa zwei Wochen soll die Abnahme mit den künftigen Bewohnern stattfinden.
Im April letzten Jahres hatten die Stadtwerke mit dem Bau der sieben modernen Plusenergiehäuser begonnen. Die kleine autofreie Mustersiedlung kombiniert neueste Speichertechnik mit regenerativer Energieerzeugung. Dabei variiert das Versorgungskonzept in individuellen Details. Mit wissenschaftlicher Begleitung soll nach dem Einzug der Bewohner die effizienteste Kombination gefunden werden.
Link
https://klimaviertel.stadtwerke-herne.de/
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Energiespeicher, News-Blog NRW, PV, Plusenergiehaus-/siedlung, Siedlungen
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) veröffentlicht heute seinen neuesten Tagungsband mit dem Titel „Forschung für die Energiewende – Die Gestaltung des Energiesystems“. Die hier gesammelten Vorträge der letzten Jahrestagung stellen aktuelle Forschungsergebnisse und Instrumente für eine gelingende Energiewende vor.
Die Bandbreite der Beiträge reicht von Szenarien für die Transformation des Energiesystems über die Bedeutung von Sektorkopplung, Netzen und Speichern bis hin zu den spezifischen Rollen der verschiedenen erneuerbaren Technologien wie Photovoltaik, Windenergie und Bioenergie in einem nachhaltigen Energiesystem.
Der Tagungsband „Forschung für die Energiewende – Die Gestaltung des Energiesystems“ steht für alle Interessierten im Internet zur Verfügung und kann dort auch als gedrucktes Heft kostenfrei bestellt werden.
Die Mitgliedsinstitute des FVEE:
Link zum Download und zur Online-Bestellung:
www.fvee.de/publikationen/themenhefte
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100% EEs, Akteure, Bestand, DE-News, Erneuerbare, Forschung, Klimaschutz, Neue Bücher und Studien, PV, Plusenergiehaus-/siedlung, Quartiere, Solarthermie, Umweltpolitik
Wie städtische Quartiere nachhaltig umgestaltet werden können, dazu forscht das Öko-Institut am Beispiel zweier Quartiere in der Schwarmstadt Darmstadt seit April 2020 im Projekt Transformative Strategien einer integrierten Quartiersentwicklung (TRASIQ 2). Das Bundesforschungsministerium fördert das vom Öko-Institut geleitete Projekt, an dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt, das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) und die Agentur „Team Ewen“ beteiligt sind.
Im Fokus des Projektes stehen die Forschungsthemen Mobilität, Wärmeversorgung und effiziente Wohnraumnutzung. Für klimaschonendes Wohnen ist die Wärmeversorgung ein wichtiger Schlüssel. Wie und wo lässt sich beispielsweise Fernwärme in Bestandsimmobilien ausbauen? Wie erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung? Auch die Größe der Wohnfläche trägt dazu bei, wie umweltfreundlich ein Mensch wohnt. Was muss getan werden, dass Menschen durch intelligenten Wohnungstausch die Wohnfläche zur Verfügung haben, die sie in ihrer jeweiligen Lebensphase gerade brauchen? Wie können Quartiere so umgestaltet werden, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Mobilität ökologisch gestalten können?
Im September 2020 haben die Projektpartner mit Akteuren aus dem Stadtplanungsamt, dem Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung und dem Mobilitätsamt der Stadt Darmstadt, der Stadt- und Verkehrsplanung, HEAG mobilo, der Bauverein AG, der GHW Wohnungsgesellschaft Hessen, dem Mieterbund und dem Büro der Bürgerbeauftragten, auf einem Workshop erste Ideen für die beiden Quartiere im Rahmen von TRASIQ 2 erarbeitet und ausgetauscht.
Frühzeitig werden Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Das Instrument der Planungsforen erlaubt, chancengleich ausgewählte Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen auszuwählen – aus der Anwohnerschaft, aus der Gesamtstadt und aus Zuzugswilligen.
Das Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse aus der Vorhaben TRASIQ 1, bei dem es um ein zukünftiges Quartier auf einer Konversionsfläche ging, nun auf die Transformation zweier bereits bestehender Quartiere zu übertragen. „Die Herausforderung ist dabei, dass die erfolgreiche Umsetzung von Transformationsprozessen in Bestandsquartieren schwieriger ist als in Neubauquartieren. Denn dort kann konzeptionell und baulich bei null begonnen werden, in Bestandsquartieren sind die städtebaulichen Gegebenheiten und die Menschen vor Ort der Ausgangspunkt “, sagt Projektleiter Dr. Matthias Buchert vom Öko-Institut.
Die Bestandsquartiere sind das Darmstädter Martinsviertel sowie Kranichstein-Süd. Dass die Maßnahmen und Modelle, die TRASIQ 2 hervorbringen wird, auf andere Viertel und andere Städte übertragen werden können, ist ein übergreifendes Ziel. „Darmstadt ist ein gesuchter Ort zum Leben und Arbeiten. Der Druck auf den Wohnungsmarkt ist hoch. Die nachhaltige Gestaltung und Weiterentwicklung der Quartiere im Bestand ist deshalb ein wichtiger und oftmals unterschätzter Bestandteil einer klugen und ausgewogenen Strategie für das Darmstadt von Morgen“, sagt der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch.
Dabei sollen „Fahrpläne“ entstehen. Die Idee ist angelehnt an die schon existierenden Sanierungsfahrpläne für Wohngebäude. Darin werden den Gebäudeeigentümern die Schritte einer energetischen Sanierung bis hin zum klimaneutralen Gebäude aufgezeigt. „Diese Idee wird hier weiterentwickelt. Zum einen wird sie auf Quartiere übertragen und zum anderen können über die energetische Perspektive hinaus weitere Nachhaltigkeitsaspekte, wie Flächennutzung, Mobilität, Ressourcennutzung, Treibhausgase, aufgegriffen werden“, sagt Sebastian Eichhorn vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.
Das neue Quartier aus TRASIQ 1, aus dessen Planung ein Online-Bewertungsinstrument hervorgegangen ist, ist das Ludwigshöhviertel in Darmstadt. Das Online-Tool kann der kommunalen Verwaltung – hier konkret Darmstadt –, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Investorinnen und Investoren und Entscheidungsträgerinnen und -trägern als zusätzliche Informationsquelle dienen. „In den Planungsforen wurden diese Zielgruppen in die Bewertung und Lösung möglicher Zielkonflikte nachhaltiger Quartiersentwicklung einbezogen“, sagt Dr. Christoph Ewen, der das Projekt für Team Ewen begleitet hat und bei TRASIQ 2 entsprechend beteiligt ist.
Der Ausgangspunkt für TRASIQ 1 war, dass Fachverwaltungen, zukünftige Investoren, aber auch Versorger, Dienstleister und zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner jeweils eigene Vorstellungen und Ziele für ein Viertel haben. Oft werden Planungen erstellt, ohne sich untereinander abzustimmen, und ohne die Effekte auf die Nachhaltigkeit zu kennen. Für den Aufbau eines nachhaltigen Stadtteils braucht man hingegen einen solchen gemeinsamen Überblick und eine Bewertung.
Weitere Informationen auf der Website zu TRASIQ 1 und TRASIQ 2
Quelle: PM des Öko-Institut e.V. vom 9.10.2020
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