{"id":65,"date":"2016-07-29T10:54:46","date_gmt":"2016-07-29T10:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.siedlungen.eu\/?page_id=65"},"modified":"2020-11-16T12:48:10","modified_gmt":"2020-11-16T11:48:10","slug":"definitionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sdg21.eu\/en\/definitionen","title":{"rendered":"Definition of key terms"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p align=\"LEFT\"><a href=\"#siedlung\">Siedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#nachhaltige-siedlung\">Nachhaltige Siedlungen und Quartiere<\/a> &#8211; <a href=\"#oekosiedlung\">\u00d6kosiedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#quartier\">Quartier<\/a> &#8211; <a href=\"#stadt\">Stadt<\/a> &#8211; <a href=\"#oekologie\">\u00d6kologie<\/a> &#8211; <a href=\"#siedlungsoekologie\">Siedlungs-\/Stadt\u00f6kologie<\/a> &#8211; <a href=\"#negsiedlung\">Niedrigenergiehaussiedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#passivhaussiedlung\">Passivhaussiedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#solarsiedlung\">Solarsiedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#effizienzplushaussiedlung\">Effizienzhaus Plus<\/a>\u00a0&#8211; <a href=\"#plusenergiesiedlung\">Plusenergiesiedlung<\/a> &#8211; <a href=\"#plusenergiequartier\">Plusenergiequartier<\/a> &#8211; <a href=\"#bikecity\">Autofreie Siedlung \/ Velo- bzw. BikeCity <\/a>&#8211; <a href=\"#baugemeinschaft\">Baugemeinschaft<\/a> &#8211; <a href=\"#wohnprojekt\">Wohnprojekt<\/a> &#8211; <a href=\"#oekodorf\">\u00d6kodorf <\/a><br \/>\n&#8211; <a href=\"#produktion\">Urbane Produktion <\/a><\/p>\n<hr noshade=\"noshade\" size=\"1\" \/>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"siedlung\"><\/a><\/b>Siedlung<\/strong><br \/>\njede menschliche Niederlassung, die alle in irgendeiner Form gruppierten Behausungen umfasst [Brockhaus 1999\/Diercke].<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Abh\u00e4ngig von der Betrachtungs- bzw. Ma\u00dfstabsebene, wird unter Siedlung Unterschiedliches verstanden:<\/p>\n<p align=\"LEFT\">A) In Architektur und Stadtplanung ist die Siedlung eine \u201eWohnbebauung\u201c, die meist eine gestalterische Einheit bildet. Au\u00dfer den Behausungen umfasst die Siedlung auch die Grundst\u00fccke, Verkehrs- und evtl. \u00f6ffentliche Fl\u00e4chen wie z.B. Pl\u00e4tze und Gr\u00fcnanlagen. Eine Siedlung besteht mindestens aus 5 Wohneinheiten und je nach Gr\u00f6\u00dfe aus mindestens 3 Geb\u00e4uden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">B) In Raum- und Regionalplanung sowie der Geografie wird Siedlung umfassender verstanden: sie beinhaltet die Behausungen, die Versorgungs- und Transportinfrastrukturen sowie das dazugeh\u00f6rige land- und forstwirtschaftlich genutzte Umland, also das komplette menschliche Habitat.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">In interdisziplin\u00e4ren Arbeitszusammenh\u00e4ngen kann die unterschiedliche Verwendung des Begriffs zu Missverst\u00e4ndnissen f\u00fchren.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Der Brockhaus (1999) unterscheidet Siedlungen zudem (f\u00fcr \u00f6kologische Siedlungen i.d.R. nicht relevant) nach der Benutzungsdauer (Dauersiedlungen, tempor\u00e4re S., saisonale S. wie z.B. Almsiedlung, Wochenendsiedlung, Nomadenlager und ephemere S., u.a. Siedlungen der Wildbeuter und J\u00e4gerv\u00f6lker. Formen der l\u00e4ndlichen Siedlung sind u.a. Einzelhof, Weiler, Dorf, Kibbuz, Agrostadt. Aufgegebene Siedlungen bezeichnet man als W\u00fcstung.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">Nach [Windler und Winkler 1950] werden Siedlungen definiert als \u201eEinzelwohnst\u00e4tten oder Gruppen von Wohnst\u00e4tten mit einer gewissen r\u00e4umlichen Geschlossenheit, einem r\u00e4umlichen Zusammenhang, aber auch mit einer deutlichen Abgrenzung gegen\u00fcber anderen Siedlungen\u201c. Die Gr\u00f6sse der Siedlung ist f\u00fcr ihre Abgrenzung ohne Bedeutung. Eine Stadt, ein Dorf, ein Weiler oder auch ein bewohnter Einzelhof stellen demnach Siedlungen dar. Bei der praktischen Eingrenzung von Siedlungen werden in der Regel Wohngeb\u00e4ude zu einer Siedlung zusammengefasst, wenn sie weniger als 100 Meter von einander entfernt liegen. Siedlungen sind damit im Allgemeinen durch mindestens 100 Meter nicht \u00fcberbautes Land voneinander getrennt. Daneben m\u00fcssen aber auch H\u00f6henunterschiede, Hindernisse (T\u00e4ler, Tobel, Gew\u00e4sser, Bahngeleise, Strassen, Autobahnen usw.) und Verkehrsm\u00f6glichkeiten (Br\u00fccken, Unterf\u00fchrungen, Bahn\u00fcberg\u00e4nge) als trennende oder verbindende Elemente bei der Siedlungseingrenzung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\">H. Windler, E. Winkler (1950): Zur quantitativen Bestimmung von Siedlungseinheiten. In: Plan und Ortsplanung, Heft 6, S. 180 ff.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"nachhaltige-siedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Nachhaltige Siedlungen und Quartiere<\/strong><br \/>\nNeben \u00f6kologischen Aspekten, die bei \u00d6kosiedlungen und \u00f6kologischen Quartieren im Mittelpunkt der Planung und Umsetzung stehen, werden in nachhaltigen Siedlungen und nachhaltigen Quartieren zudem \u00f6konomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte in m\u00f6glichst ausgewogenem Ma\u00df ber\u00fccksichtigt. Eine Operationalisierung erfolgt in Planungsleitf\u00e4den oder Kriterienkatalogen. Dar\u00fcber wird versucht die Nachhaltigkeit von Siedlungen und Quartieren anhand einzelner Gesamtindikatoren abzubilden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siedlungen.eu\/\">www.siedlungen.eu<\/a><b><strong><b class=\"TextFett\"><br \/>\n<\/b><\/strong><\/b><b> <\/b><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><b>\u00d6kologische Siedlung \/ \u00d6kosiedlung<br \/>\n<\/b>\u00d6kologische Siedlungen sind umweltfreundliche, Energie und Fl\u00e4che sparende Siedlungen, die sich durch einen sparsamen Umgang mit nat\u00fcrlichen Ressourcen auszeichnen. Au\u00dferdem sollen m\u00f6glichst geringe Emissionen durch den Bau, die Nutzung und nach Abriss der Siedlung auf den Menschen und in die Umwelt einwirken. \u201eNull Emissionen\u201c oder Zero Emission sind m\u00f6glich, meist sind sogar positive Wirkungen auf die Natur und Umwelt ohne Mehrkosten erreichbar. Die ersten \u00d6kologischen Siedlungen in Europa sind stark beeinflusst und gepr\u00e4gt worden von den Debatten der Baubiologie und der Umweltbewegung.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.oekosiedlungen.de\">www.oekosiedlungen.de\u00a0<\/a>\/ <a href=\"http:\/\/www.oeko.siedlungen.eu\">www.oeko.siedlungen.eu<\/a><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"quartier\"><\/a><\/b> <\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Quartier <\/strong><br \/>\nwird in [Diercke] als \u201eStadtviertel\u201c definiert. Demnach werden Quartiere als \u201evor allem von der Bev\u00f6lkerungsstruktur her relativ homogene, kleine bis mittelgro\u00dfe Wohnviertel in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt bezeichnet.\u201c<br \/>\nQuelle: Diercke W\u00f6rterbuch Allgemeine Geographie<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.quartiere.net\/\">www.quartiere.net<\/a><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"stadt\"><\/a><\/b><\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"stadt\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Stadt<\/strong><br \/>\nist eine Siedlung mit meist nichtlandwirtschaftlichen Funktionen (Ausnahme Ackerb\u00fcrgerstadt), gekennzeichnet u.a. durch eine gewisse Gr\u00f6\u00dfe, Geschlossenheit der Ortsform, hohe Bebauungsdichte, zentrale Funktionen in Handel, Kultur und Verwaltung; in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten f\u00fchrt die Differenzierung des Ortsbildes zur Bildung von Stadtvierteln (z.B. City, Wohnviertel, Industriegebiete). Die statistische Definition der Stadt geht nur von einer bestimmten Einwohnerzahl aus, unabh\u00e4ngig vom Stadtrecht; f\u00fcr internationale Vergleiche scheint eine Mindesteinwohnerzahl von 20.000 sinnvoll zu sein. In Deutschland unterscheidet man Klein- (5.000-20.000 Einwohner), Mittel- (20.000-100.000 Einwohner) und Gro\u00dfstadt (\u00fcber 100.000 Einwohner) [Brockhaus 1999]. Eine zunehmende Urbanisierung der Welt dr\u00fcckt sich dadurch aus, dass mittlerweile mehr als die H\u00e4lfte der Weltbev\u00f6lkerung in st\u00e4dtischen Siedlungen lebt.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><b><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"oekologie\"><\/a><\/b><\/strong><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><b>\u00d6kologie<br \/>\n<\/b>\u00d6ko\u2026 (oeco Oeco [zu griechisch oikos \u201eHaus\u201c], Bestimmungswort von Zusammensetzungen mit der Bedeutung \u201eLebensraum, Haus, Wirtschaft\u201c<\/p>\n<p>oikos logos (logika): die Lehre der Beziehungen der Lebewesen<\/p>\n<p>Aus der Biologie hervorgegangene Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen zwischen den Organismen und der unbelebten (abiotischen Faktoren wie Klima, Boden) und der belebten Umwelt (biotischen Faktoren) befasst. Sie untersucht ihre zeitliche Entfaltung, Krisen in ihrer Entwicklung und Mechanismen der Wiederherstellung von Gleichgewichten.<\/p>\n<p>Die \u00d6kologie bedarf, wenn sie sich den komplexen Wechselbeziehungen zwischen den Menschen, seiner technischen Welt und dem sie tragenden \u00d6kosystem zuwendet, der Unterst\u00fctzung zahlreicher anderer Wissenschaften; hier wird die Ebene der einzelnen Fachdisziplinen verlassen. Die so erweiterte \u00d6kologie ist die Human\u00f6kologie (sie untersucht die Beziehungen Mensch-Umwelt), die nicht als neue Fachdisziplin, sondern als das Gegenteil jeder Spezialisierung verstanden werden muss, als der Versuch, die Umweltprobleme unter Einbeziehung aller m\u00f6glichen Aspekte zu l\u00f6sen<i> [MEYERS Taschenlexikon 1990]<\/i>.<\/p>\n<p><b><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"siedlungsoekologie\"><\/a><\/b><\/strong><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><b>Siedlungs\u00f6kologie, Stadt\u00f6kologie<\/b><br \/>\nDie Siedlungs\u00f6kologie ist eine relativ junge Disziplin der Biologie und untersucht insbesondere die Flora und Fauna in menschlichen Siedlungsr\u00e4umen. Sie begr\u00fcndet sich auf der Tatsache, dass aufgrund des hohen Siedlungsdrucks bzw. der zunehmenden Verdr\u00e4ngung urspr\u00fcnglicher Tier- und Pflanzenlebensr\u00e4ume durch Sekund\u00e4rstandorte immer mehr Tier- und Pflanzenarten gezwungen sind, ihre Lebensr\u00e4ume in die menschlichen Siedlungsr\u00e4ume zu verlagern. So findet man beispielsweise in Z\u00fcrich bereits eine fast doppelt so hohe Artenvielfalt als auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen im Umland der Stadt. Ein Teilgebiet der Siedlungs\u00f6kologie ist die Stadt\u00f6kologie.<\/p>\n<p><i>Literatur: Fachverband Schweizer Raumplanerinnen und Raumplaner (2003): Handbuch Siedlungs\u00f6kologie: Praxisorientierter Beitrag zur \u00f6kologischen Aufwertung des Siedlungsraumes. St. Gallen<br \/>\nSukopp, Herbert und Wittig, R\u00fcdiger (1998): Stadt\u00f6kologie. Spektrum Akademischer Verlag, Stuttgart<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"negsiedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Niedrigenergiehaussiedlung<\/strong><br \/>\nWohnsiedlungen, die insbesondere mit dem Hauptaugenmerk der Energieeffizienz, sowie der passiven Solarenergienutzung realisiert werden und einen Heizenergiebedarf von 70 kWh\/qm*a haben.<\/p>\n<p><strong>Niedrigstenergiegeb\u00e4ude<\/strong><br \/>\nGeb\u00e4ude, die nach Vorgaben der EU-Geb\u00e4uderichtlinie (EPBD 2010) eine sehr hohe Gesamtenergieeffizienz aufweisen (KfW-Effizienzhaus 55-Standard) und den sehr geringen Energiebedarf zu einem wesentlichen Teil aus erneuerbaren Quellen am Standort oder aus der n\u00e4heren Umgebung, decken. Die Vorgabe gilt:<br \/>\n&#8211; ab 1.1.2019 f\u00fcr neue Geb\u00e4ude, die von Beh\u00f6rden genutzt werden<br \/>\n&#8211; ab 1.1.2021 f\u00fcr alle neuen Geb\u00e4ude<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"passivhaussiedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Passivhaussiedlung<\/strong><br \/>\nNiedrigenergiehaussiedlungen die einen Heizenergiebedarf von unter 15 kWh\/qm*a haben und sich dadurch auszeichnen, dass sie ohne klassisches Heizungssystem mit Heizk\u00f6rper und Heizungsanlage realisiert werden k\u00f6nnen. In der Passivhausdefinition sind auch Grenzwerte f\u00fcr Warmwasser und L\u00fcftung festgelegt, die ebenfalls bei 15 kWh\/qm*a liegen.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"solarsiedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Solarsiedlung<br \/>\n<\/strong>Niedrigenergie- oder Passivhaussiedlungen, die zus\u00e4tzlich aktive Solarenergiesysteme zur Energiegewinnung nutzen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.solar.siedlungen.eu\">www.solar.siedlungen.eu<\/a><\/p>\n<p><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"effizienzplushaussiedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Effizienzhaus Plus (BMUB)<br \/>\n<\/strong>Endenergetische Plus-Energiebilanz<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"plusenergiesiedlung\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Plusenergiesiedlung<\/strong><br \/>\nSolarsiedlungen, die mehr Energie \u00fcber das Jahresmittel erzeugt als sie selbst nutzt<br \/>\n<a title=\"Plusenergiesiedlungen und -H\u00e4user\" href=\"http:\/\/www.plusenergie.siedlungen.eu\/\">www.plusenergie.siedlungen.eu<\/a><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"plusenergiequartier\"><\/a><\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><strong>Plusenergiequartier<\/strong><br \/>\nPlusenergiesiedlungen, die neben der reinen Wohnbebauung auch einen nennenswerten Anteil (&gt;15% der Nutzfl\u00e4che) von Nichtwohn-Nutzung innerhalb des Neu-\/Baugebiets beinhalten<\/p>\n<p><b><br \/>\nAutofreie Siedlung \/ Velo- bzw. BikeCity<br \/>\n<\/b>Quelle: Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland \u2013 Leben in Deutschland (2013)<\/p>\n<ul>\n<li>autofrei: Gebiet, in dem mit Ausnahme von Rettungswagen etc. kein motorisierter Verkehr zugelassen ist; die dort<br \/>\nlebenden Personen verzichten freiwillig auf ein Auto.<\/li>\n<li>autoreduziert: Gebiet, mit Ma\u00dfnahmen zur Verkehrsberuhigung (v.a. Geschwindigkeitsbegrenzung, Stellplatzreduzierung) und Anreizen f\u00fcr Haushalte ohne eigenes Auto<\/li>\n<li>optisch autofrei: Gebiet, in dem mit Ausnahme von Rettungswagen etc. kein Verkehr zugelassen ist; die dort ans\u00e4ssigen Haushalte k\u00f6nnen einen Pkw besitzen, der am Rand des Gebietes abgestellt wird; zu dieser Kategorie z\u00e4hlen auch Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen.<\/li>\n<li>stellplatzfrei: Gebiet, in dem der Bau von Stellpl\u00e4tzen auf dem eigenen Grundst\u00fcck untersagt ist; ein Befahren ist m\u00f6glich.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.autofreie.siedlungen.eu\">www.autofreie.siedlungen.eu<\/a><\/p>\n<p><b><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"baugemeinschaft\"><\/a><\/b><\/strong><\/b><\/p>\n<p><b><br \/>\nBaugemeinschaft<\/b><\/p>\n<p>Eine Baugemeinschaft (oder auch Bauherrengemeinschaft, Baugruppe) ist ein Zusammenschlu\u00df von Bauwilligen mit \u00e4hnlichen Wohnideen, die gemeinsam Wohnraum in einem bestimmten Stadtteil schaffen.<\/p>\n<p><b><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"wohnprojekt\"><\/a><\/b><\/strong><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><b>Wohnprojekt<\/b><br \/>\nAnkn\u00fcpfend an die Selbsthilfebewegungen seit den 70er Jahren wollen Wohnprojekte der herk\u00f6mmlichen Wohnungspolitik Alternativen gegen\u00fcberstellen, die \u201ebunt, quer und anders\u201c sind. Ziele sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Revitalisierung der Genossenschaftsbewegung im Sinne von Selbstverwaltung und Eigeninitiative (langfristiger Entzug des Wohnraums aus dem Spekulations- und Erbstrom)<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Wohnzufriedenheit durch mehr Identifikation mit der Wohnung und dem Wohnumfeld<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Bewohnerbeteiligung an Planung und Verwaltung der Wohnungen<\/li>\n<li>Entwicklung von selbstbestimmten Nachbarschaften, um solidarisches Handeln zu f\u00f6rdern und soziale Netze aufzubauen<\/li>\n<li>Integration von sozialen und kulturellen Initiativen und Entwicklung von wohnungsnahen Besch\u00e4ftigungs- und Arbeitsm\u00f6glichkeiten<\/li>\n<li>Dauerhafte soziale Bindungen preisg\u00fcnstiger Wohnungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><i>Siehe hierzu u.a. <a title=\"Opens external link in new window\" href=\"https:\/\/www.wohnbund.de\/verein\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.wohnbund.de\/verein\/ =&gt; Ziele<\/a><\/i><\/p>\n<p><b><strong><b class=\"TextFett\"><a name=\"oekodorf\"><\/a><\/b><\/strong><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p><b>\u00d6kodorf<br \/>\n<\/b>will m\u00f6glichst alle menschlichen Bed\u00fcrfnisse oder Aspekte menschlichen Lebens auf \u00f6kologische, nachhaltige Weise weitgehend vor Ort und in kleinen, \u00fcberschaubaren Zusammenh\u00e4ngen und Lebenswelten (mit rund 300 Personen) erf\u00fcllen. In \u00f6kologischen Siedlungen ist im Vergleich zu z.B. \u00f6kologischen und vor allem spirituellen Gemeinschaftsprojekten der Verbindlichkeitsgrad der Bewohner untereinander wesentlich geringer. Es handelt sich um eine bewusste und freie Entscheidung f\u00fcr ein gemeinschaftlicheres Zusammen(wohnen) oder -leben. Sie werden auch als intentionale oder Wahl-Gemeinschaften bezeichnet [EUROPTOPIA 2004].<br \/>\n=&gt; <a href=\"http:\/\/sdg21.eu\/typologie\/oekodorf\">http:\/\/sdg21.eu\/typologie\/oekodorf<\/a><\/p>\n<p><strong><b><a name=\"produktion\"><\/a><\/b><br \/>\nUrbane Produktion<\/strong><br \/>\nbezeichnet \u201edie Herstellung und Bearbeitung von materiellen G\u00fctern in dicht besiedelten Gebieten, die h\u00e4ufig lokale Ressourcen und lokal eingebettete Wertsch\u00f6pfungsketten nutzt. Die Betriebe agieren dabei eigenwirtschaftlich. Die N\u00e4he zum Lebensraum verlangt emissionsarme und ressourceneffiziente Produktions- und Transportweisen, um Nutzungskonflikte mit den Anwohnerinnen zu vermeiden. Vielfach entstehen Synergieeffekte mit kreativen Milieus und Dienstleistungen\u201c (Brandt et al. 2017b).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siedlung &#8211; Nachhaltige Siedlungen und Quartiere &#8211; \u00d6kosiedlung &#8211; Quartier &#8211; Stadt &#8211; \u00d6kologie &#8211; Siedlungs-\/Stadt\u00f6kologie &#8211; Niedrigenergiehaussiedlung &#8211; Passivhaussiedlung &#8211; Solarsiedlung &#8211; Effizienzhaus Plus\u00a0&#8211; Plusenergiesiedlung &#8211; Plusenergiequartier &#8211; Autofreie Siedlung \/ Velo- bzw. 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