Trabrennbahn Farmsen


Farmsen_18far52522159 Hamburg-Farmsen: ehemalige Trabrennbahn, 1138 Wohnungen, Wasserkonzept; Beispiel dafür, wieviel Ökologie die Stadtplanung einfordern kann; individuelle Eingänge im Geschoss-Wohnungsbau. Fertigstellung: 1997

Stadt Hamburg, Bezirk Wandsbek, Stadtteil Farmsen
Adresse Max-Herz-Ring
Anfahrt U 1 bis U-Bf. Trabrennbahn, von dort 3 Minuten zu Fuß nach Süden
Lage innerhalb von Wohngebieten
Bauzeit 1997 (# 7)
Architekt PPL Planungsgruppe Prof. Laage, Hamburg;
nps Nietz Prasch Sigl und Partner, Hamburg;
Schnittker Architekten, Hamburg (# 11)
Gartenarchitekt L&O Landschaftsarchitekten Dresel, Gurr, Herbst;
Objektplanung: Kontor Freiraumplanung Möller Tradowski, Hamburg
Bauherr Trabrennbahn Hamburg Farmsen GbR; GATOR Beteiligungsgesellschaft mbH (# 11)
Größe ha 45,2 Hektar Plangebiet; 29,7 Hektar Nettobauland (# 11)
Wohneinheiten 1.138 WE (# 11)
Wohnungstyp Geschoßwohnungsbau
Anmerkungen Wettbewerbsergebnis

Fotogalerie 2003


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Städtebau, Architektur
Städtebau: Die Siedlung zeichnet das Oval einer früheren Trabrennbahn (Pferdesport) nach und hält den Innenraum von Bebauung frei. 4- 5-geschossige Zeilenbauten bzw. Solitäre (Einzelbauten), wobei das obere Geschoß zurückspringt. Die Straßenerschließung erfolgt nur von außen her bis an den Rand der Bebauung (Anliegerstraße mit Parkplätzen am äußeren Rand der Siedlung), die inneren Wege und vor allem das Siedlungsinnere bleiben vom Verkehr frei.
Architektur zeitgenössischer Geschosswohnungsbau, angelehnt an die klassische Moderne; 3- bis 4-geschossige Hauptkuben mit zusätzlichem, zurückspringenden Staffelgeschoss; klare, zwischen den Häusern diffenerenzierte Fassadengliederung, flache Pultdächer
Materialien Bau vorwiegend Klinkerfassaden

Freiraum
Freiraum Der zentrale Raum innerhalb der ehemaligen Rennbahn wird von einer parkartigen Grünfläche (überwiegend Wiese) eingenommen, die einen Teil der Spielplätze und das Regenbecken (ehemalige Ziegelteiche) aufnimmt.
Dazu wird zwischen dem Oval mit den mietshausähnlichen Geschoßwohnungsbauzeilen und weiter einwärts liegenden Stadtvillen ein trennender Wasserlauf gezogen, der detailliert und umfangreich mit Wasserpflanzen gestaltet ist. Er nimmt das Niederschlagswasser auf (Dächer, Wege) und fließt zu den Ziegelteichen.
Vorgarten “Abstandsgrün” vor den Häusern ohne spezifische, individuelle Ausprägung
Garten nur kleine Mietergärten der Erdgeschoßwohnungen
Spielplatz zwischen den Gebäudezeilen und zum großen parkähnlichen Innenraum hin, mit zahlreichen Erlebniselementen
Stellplätze am Außenrand der Siedlung
Öko-Aspekt Regenwasserkonzept:
“Der Freiraumentwurf sieht vor, das Wasser in einer Abfolge von Anstau-Bereichen zu sammeln und verzögert abzuführen. Die beiden Teiche dienen als Zwischenreservoirs. An der Grundstücksgrenze wird das Wasser in das öffentliche Grabensystem geleitet. Entlang der bis zu 70 m langen Wohnzeilen wurde auf Gräben verzichtet, da sonst jeder Hauseingang mit einer Brücke hätte erschlossen werden müssen. Stattdessen wird das Wasser über offene Rinnen und Rohre zu den nächstgelegenen Gräben an den Gebäudegiebeln geführt”. (# 26)
Straße konventionell (Asphalt), nur Zuführung und am Rand der Siedlung; im inneren Fußwege, konventionell gepflastert
in der Nähe Nördlich am U-Bahnhof Trabrennbahn liegt die 4-geschossige Wohnanlage “Hunderennbahn/ Grabeland”. Ebenfalls aus dem Wettbewerb “Trabrennbahn” hervorgegangen und gleiche Bauzeit, jedoch weniger erkennbare ökologische Ansätze.
Quellen: #1, # 11
Link
www.trabrennbahn-farmsen.de
Quelle (Mit freundlicher Genehmigung): Hartl, Johann/Lee, Eun-Heui: Ökosiedlungen in Deutschland. Ein Reiseführer zu realisierten, ökologisch-orientierten Wohnsiedlungen in Deutschland 1980- 2002. Berlin/Seoul, 2003. Deutsche CD-Ausgabe, Ottobrunn 2004

 

 



Zuletzt aktualisiert: 26. Dezember 2020

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