Historische Siedlungen und Quartiere


In dieser Rubrik werden historisch bedeutsame Pionier-Siedlungen und Quartiere für eine nachhaltige Stadtentwicklung aufgeführt. Dazu gehören beispielsweise Projekte, die das Konzept der “Gartenstadt” realisiert haben, ebenso wie Projekte die sozial-reformerische Ideen und Konzepte des gemeinschaftlichen Wohnen umgesetzt haben. Weiterhin sind hier Wohn-/Projekte aufgeführt, die denkmalgeschützte Objekte nutzen.


In der Standard-Ansicht werden die Projekte absteigend sortiert nach Ihrer Entstehungszeit angezeigt.
Fertigstellung (Erstbezug)PLZStadtWohneinheiten gesamtBeitragsdatum
Anzahl der angezeigten Projekte: 9

    Werks- und Musterhaussiedlung in Niesky

    Erstbezug: 1940; Größe: 250 WE
    02906 Niesky: in der sächsischen Kleinstadt Niesky, 20 Bahnminuten von Görlitz entfernt, baute die damals größte europäische Holzbaufirma “Christoph & Unmack AG” (C&U) vier Werks- und Mustersiedlungen in Holzbauweise mit zusammen 317 Wohnungen in 114 Häusern. Davon bis heute als Siedlungen gut erhalten sind ca. 100 Musterhäuser mit mehr als 250 Wohnungen, die zum größten Teil im ursprünglichen Zustand und die meisten unter Denkmalschutz stehen. Realisiert wurden sie zwischen 1918 und 1940.

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    Hufeisensiedlung

    Erstbezug: 1933; Größe: 1963 WE
    12359 Berlin-Britz: Die Hufeisensiedlung ist Teil der Großsiedlung Britz mit insgesamt 1963 Wohnungen für rund 5000 Bewohner entstand als eine der ersten Siedlungen im sozialen Wohnungsbau in Berlin. Die Architektur der stark durchgrünten Siedlung erwies sich als richtungsweisend. Die an den Planungen beteiligten Architekten waren Bruno Taut, der Stadtbaurat Martin Wagner sowie der Gartenarchitekt Leberecht Migge. Als Gesamtensemble steht die Siedlung seit 1986 unter Denkmalschutz. Seit 2008 gehört sie zum Unesco-Welterbe und seit 2010 wurde sie zudem als Gartendenkmal eingetragen. Fertigstellung: 1933

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    Gartenstadt Falkenberg

    Erstbezug: 1916; Größe: 128 WE
    12524 Berlin: Bruno Tauts “Tuschkastensiedlung”. 128 Wohnungen in 48 Etagenwohnungen in sechs Mietshäusern und 80 Einfamilienhäuser in Reihe oder als Doppelhaushälften mit 1 bis 5 Zimmer; Bruttogeschossfläche: 14.051 m². Instandsetzung / Sanierung / Erweiterung: 1992 bis 2002; seit 2001 Erweiterung und seit 2011 Neubau von Mehrfamilien- und Reihenhäusern. Erstellung: 1913 bis 1916

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    Jugendstil- und Gründerzeit-Quartier in Bonn

    Erstbezug: 1914; Größe: WE
    53113 Bonn: Die Bonner Südstadt wird zusammen mit der Weststadt als das größte zusammenhängende (und erhaltene) Gründerzeit-Viertel in Deutschland bezeichnet. Auch in Bonn-Bad Godesberg gibt es ein großes zusammenhängendes Gründerzeit-Viertel. Diese Viertel gelten durch die Nutzungsmischung als städtebaulicher Prototyp der “Stadt der kurzen Wege”. Weiterhin hilft die Bebauungsdichte preiswerten Wohnraum zu schaffen und umnutzungsfreundliche Grundrisse die Gebäude oft weit über 100 Jahre zu nutzen. Fertigstellung: 1914

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    Jugendstil-Ensemble “Mathildenhöhe” in Darmstadt

    Erstbezug: 1914; Größe: 11 WE
    64287 Darmstadt: Auf der Mathildenhöhe in Darmstadt entstand innerhalb von 16 Jahren ein einmaliges architekt­­onisches Ensemble bestehend aus Gebäuden, gestalteten Gärten mit Skulpturen, Innen­architektur und Design. Darmstadt entwickelte sich durch die Künstler­­kolonie auf der Mathildenhöhe zu einem Zentrum des Jugendstils. Gegründet wurde sie vom Groß­­herzog Ernst Ludwig und dem Verleger Alexander Koch. Ihr gehörten in der Zeit ihres Bestehens 23 Künstler an. Das Wirken dieser Mitglieder und der weiteren wichtigen Persönlich­keiten in Darmstadt 1898-1914 setzte Akzente auch für die nachfolgenden Ent­wicklungen in Kunst und Architektur weit über die Ereignisse auf der Mathildenhöhe hinaus. Der Jugendstil mit seiner Ornamentik und den organischen Bauformen hat bis heute Einfluss auf die Gestaltung ökologischer Siedlungen oder nachhaltiger Quartiere. Errichtung ab 1899. Fertigstellung: 1914

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    Obstbau-Siedlung Eden

    Erstbezug: 1914; Größe: 90 WE
    Eden-Logo16515 Oranienburg: Gegründet wurde die Edensiedlung 1893 als „Vegetarische Obstbaukolonie Eden e.G.m.b.H.“. Die 18 Gründungsmitglieder erstrebten “eine genossenschaftliche Siedlung auf bodenreformerischer Grundlage, ausschließlich für Vegetarier”. 1901 wurde die Satzung geändert und es kann seither jeder, der sich „einer gesunden Lebensweise befleißigt“, Mitglied der Genossenschaft werden. Die Gartenstadtsiedlung Eden entwickelte einen vielschichtigen Gartenbau. Es gibt bis heute eine Richtlinie “Ökologischer Gartenbau” und Vorgaben zum “Ökologisches Bauen und Siedeln”. Fertigstellung: 1914

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    Gartenstadt Dresden Hellerau

    Erstbezug: 1909; Größe: 336 WE
    01109 Dresden: Hellerau gilt als eines der frühen Zeugnisse der Moderne. Mit Experimentiergeist bündelte sie die verschiedenen lebensreformerischen Strömungen der Aufbruchstimmung des frühen 20. Jahrhunderts. Hellerau gilt als „Kinderstube” des Werkbundes und ist eine Manifestation seiner Ideen. Fertigstellung: 1955

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    Soziales Wohnprojekt “Aegidienhof” in Lübeck

    Erstbezug: 1617; Größe: 63 WE
    23552 Lübeck: der Aegidienhof war seinerzeit das größte soziale Wohnprojekt in Schleswig-Holstein. Hier wohnen und arbeiten Jung und Alt, Menschen ohne und mit Behinderungen, Alleinstehende und Familien, zusammen in einer neuen urbanen Mischung. Der bau- und kulturgeschichtlich bedeutende Komplex um den Aegidienhof wurde von dem Architekturbüro Meyer Steffens Architekten+Stadtplaner BDA zwölf unterschiedliche alte Stadthäuser um einen gemeinsamen großen Innenhof behutsam saniert und umgebaut. Entstanden sind dabei 65 Wohnungen, sowie 9 Ateliers, Praxen, Büros, Werkstätten und ein Cafe. Fertigstellung (Modernisierung): 2003

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    Fuggerei in Augsburg

    Erstbezug: 1521; Größe: 67 WE
    86152 Augsburg: Seit 500 Jahren zahlen die Bewohner der Augsburger Fuggerei so viel Kaltmiete wie ihre Vormieter: 88 Cent, was einem Gulden entspricht. Dazu kommen etwa 85 Euro pro Monat für Nebenkosten wie Strom, Wasser und Heizung. Die Fuggerei gilt als älteste Sozialsiedlung der Welt. Fertigstellung: 1521

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