Aufnahmekriterien


Aufnahme in die Webdatenbank
Die Entscheidung über die Aufnahme der Projekte ins Verzeichnis und deren Bewertung liegt bei Holger Wolpensinger, der dabei auf seine Erfahrungen und Forschungsarbeiten während seiner mehr als 20-jährigen Arbeitstätigkeiten zum Thema des nachhaltigen Bauens zurückgreift. Nähere Informationen zur Person finden Sie im Web unter: https://baufachberatung.net/wolpensinger

Anhaltspunkte

  • Siedlungen
  • Quartiere

    • Nutzungs- oder sozial gemischte und urbane Quartiere in nachhaltiger Bauweise sind nach wie vor keine Selbverständlichkeit, obwohl sie offizielles Leitbild seit 2003 (Neue Charta von Athen, die leider kaum jemand kennt) von Seiten der Planungsverbände und seit 2007 (Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt) von Seiten der Städtebau- und Bau-Politik in Europa ist.
    • > 20 WE
    • Beispiele: https://sdg21.eu/quartiere bzw. www.quartiere.net
  • Gebäude
    • Einzelgebäude sind nicht Schwerpunkt der sdg21.Webdatenbank. Deshalb finden sie nur noch dann einen Weg in diese Sammlung, wenn sie als Prototypen für eine neue Entwicklung zum nachhaltigen Bauen stehen. Insbesondere auch dann, wenn es diese Konzepte oder Technologien noch nicht in einer Siedlung oder einem Quartier gibt.
    • Beispiele: https://sdg21.eu/gebaeude
  • Projekte in Entstehung
    • Initiativen benötigen einen gewissen Planungsstand (Finanzierung steht, Grundstück ist gekauft und Vermarktung steht bevor oder läuft)
    • Projekte die monothematisch zu einem Thema des Nachhaltigen Bauens optimiert sind, werden nur in Ausnahmefällen aufgenommen.

Welche Kriterien sollte eine Siedlung erfüllen, um in der sdg21.Webdatenbank aufgenommen zu werden
Damit die ganze Bandbreite des ökologischen und nachhaltigen Bauens zu erkennen ist, werden sowohl Siedlungen aufgenommen, die sehr weitreichende ökologische und soziale Prinzipien realisiert haben (z.B. die Moorwiesensiedlung in Kiel-Hassee), aber auch Projekte mit z.T. nur einem ökologischen Aspekt (z.B. einige “Solare Nahwärmeprojekte“). Derzeit kann dies nur anhand der Beschreibungen abgeleitet werden. Eine qualitative Bewertung, die im Rahmen eines Oberstufenseminars an der Uni Karlsruhe entwickelt und durchgeführt wurde, erfolgte bisher für die auf dieser Webseite gelisteten Projekte. Ziel war es, die Stärken und Schwächen der einzelnen Projekte ablesbar werden zu lassen. Der Bewertungsaufwand ist jedoch groß, weshalb bislang nur wenige Projekte bewertet wurden.

Unabhängige Webseite
Die Webseite wird ehrenamtlich und ohne finanzielle Sponsoren nach bestem Wissen erstellt. Dabei spielen geschichtliche und innovative Aspekte oder zugrundeliegende Ideen eine Rolle. Falls Sie Fehler bemerken, bitte ich um eine kurze Nachricht (Mail).

Die Definitionen der Begriffe ‘ökologisches Bauen’, ‘Ökologie’ und ‘Nachhaltigkeit’ hilft das Thema konkreter zu fassen und vereinfachen den Zugang zum Thema.

Leitbild
Meine Definition von “nachhaltiger bzw. ökologischer Siedlung” gründet sich auf:

  • einer umfangreiche Bibliothek und Archiv, mit “Grauer Literatur” und Datensammlung (viele pdfs und Informationen sind im kurzlebigen Internet oft nicht mehr verfügbar)
  • Besichtigung etwa der Hälfte der auf sdg21 gelisteten Siedlungen und Quartiere in Deutschland und weiteren Projekten in der Schweiz, Österreich, Holland, Dänemark und Schweden.
  • Besuch und Organisation von Kongressen, Tagungen, Umwelt- und Baumessen, sowie Seminaren, Exkursionen und Vortragsreihen zum Thema
  • Beschäftigung in Vollzeit mit ökologischen und nachhaltigen Bauenweisen seit 1988 => siehe: Arbeitstätigkeiten
  • Print-Veröffentlichungen seit 1996 und Vortragstätigkeit seit 1995
  • Ehrenamtliche Mitarbeit und Vorstandstätigkeit in zum Teil bundesweiten Vereinen und Projekten, die sich für das Nachhaltige Bauen und Wohnen einsetzen

Umsetzung der Erfahrungen in Entwurf
Eine Zusammenfassung der Erfahrungen und Erkenntnisse aus den mehr als 200 ökologischen Gebäude- und Siedlungsprojekten, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, spiegeln sich insbesondere im Entwurf der Siedlung Nancystrasse wieder. Er entstand als freier städtebaulicher Entwurf bei Dr. Michael Peterek am Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen an der Universität Karlsruhe.

Die Relevanz und Wirksamkeit einzelner Maßnahmen sind in einer Ökobilanz für diesen Entwurf rechnerisch geprüft und nachgewiesen worden. Gegenüber einer Standardvariante mit Bundesdurchschnittswerten könnten die PEI und die CO2-Emissionen um 80% gesenkt werden. Mit den heutigen Technologien von Plusenergie-Siedlungen und -Quartieren sind sogar komplett CO2-neutrale Projekte möglich (Anmerkung: 5/2020).
=> Diplomarbeit Holger Wolpensinger (2002)