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Wohnsiedlung “Gut Buchholz” in Berlin-Pankow

Wohnsiedlung “Gut Buchholz” in Berlin-Pankow published on
© Abbildung: ZRS Architekten | Render-Manufaktur

In-Entstehung_gr100px_200dpi13127 Berlin-Pankow: Auf einem 23.000 qm großen Grundstück in Pankow-Französisch Buchholz wird eine Siedlung mit 83 Wohneinheiten mit zusammen ca. 12.000 m² Wohnfläche plus Gemeinschaftshaus entstehen. Es werden vorwiegend nachwachsende und wohngesunde Baustoffe wie Holz, Lehm und Stroh mit positiver CO2-Bilanz eingesetzt. Auf Verbundmaterialien wird generell verzichtet. Im Zentrum der Siedlung befindet sich eine Streuobstwiese mit Gemeinschaftshaus. Die Wärme- und Stromerzeugung in der Siedlung ist fossilfrei. Fertigstellung (geplant): 2022

Städtebau
Auf dem Grundstück ist die Errichtung von 83 Wohneinheiten geplant, die teils als Doppelhäuser, teils als Reihenhäuser zu 30 Baukörpern kombiniert werden. Im Zentrum der Anlage ist ein Gemeinschaftshaus geplant, in welchem zugleich die Technikzentrale (zentrale Wärmeversorgung) untergebracht werden soll.
Für die Mehrzahl der Wohneinheiten sind PKW-Stellplätze in unmittelbarer Nähe geplant. Entlang der öffentlichen Straßen sind die PKW-Stellplätze hinter der Vorgartenzone, neben den Gebäuden geplant.
Für jede Wohnung ist ein Radstellplatz (1 Bügel = 2 Räder) unmittelbar am Eingang vorgesehen.
Sport- und Spielflächen sind in den Angern und im Zentrum (vgl. Freianlagenplanung) geplant.

Mobilität
Elektromobilität wird vorgeplant und kann einfach von den Käufern nachgerüstet werden. In der Nähe des Grundstücks ist eine Radschnellverbindung in die Innenstadt geplant. Schon jetzt kann man mit dem Fahrrad fast ohne Autoverkehr bis in die Innenstadt entlang der Panke bis zum Hauptbahnhof fahren.
Sowohl mit der Tram als auch der S-Bahn ist die Stadt schnell erreicht.

Energie
Wärmeversorgung:
Fossilfreie Heizwärmeversorgung aller Gebäude durch ein Erdwärmesondenfeld (ca. 68 Sonden, 99m tief).und zwei Sole/Wasser-Wärmepumpen.
Die Heizzentrale mit sämtlichen Anlagenkomponenten befindet sich zentral im Technikraum des Gemeinschaftshauses. Die Wärmeverteilung von der Heizzentrale im Gemeinschaftshaus zu den einzelnen Gebäuden erfolgt über niedertemperierte Nahwärmeleitungen. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über eine niedrig-temperierte Fußbodenheizung.
Zur Regeneration des Sondenfeldes im Sommer dient ein Rückkühler welcher auf dem Dach oberhalb der Heizzentrale stehen soll.
Lüftung: Das Lüftungskonzept sieht ausschließlich eine natürliche Be- und Entlüftung der Wohnräume vor.
PV-Anlage: Es ist die Errichtung einer PV-Anlage jeweils auf den Dächern der Häuser vorgesehen. Die Anlage wird als vollflächige „In Dach“-Variante errichtet und ersetzt somit die Dachdeckung.

Baustoffe / Baubio­logie
Verwendung natürlicher Baustoffe mit hohem Vorfertigungsgrad für den Hochbau. Decken und Trennwände zwischen den Einheiten werden in Holz-Massivbauweise umgesetzt, die Außenwände in Holztafelbauweise. Als Dämmung ist entweder Stroh oder Zellulose vorgesehen. Die Dächer werden in Holztafelbau vorgefertigt und mit einem Photovoltaik-Dach als „harte Bedachung“ eingedeckt.

Wasser
Regenwassernutzungsanlage: Sämtliches auf dem Grundstück anfallendes Regenwasser wird auf dem Grundstück verwendet bzw. versickert. Auf den Dächern der Gebäude anfallendes Regenwasser wird in Zisternen gespeichert und den Bewohnern zur Bewässerung der Gärten und für die WC-Spülung zur Verfügung gestellt. Die Zisterne steuert den Wasserstand in Abhängigkeit vom erwarteten Wetter. Die Retentions- und Versickerungsflächen sind gestalterisch in die Freianlagenplanung integriert. Das anfallende Wasser wird über einen Teich sowie offene Pflasterrinnen und Versickerungsbereiche sichtbar gemacht.

Freiraum
Mit dem Projekt „Gut Buchholz“ soll ein Wohnquartier geschaffen werden, welches in seiner Gestaltung und Organisation nachhaltig, ökologisch und modern ist und zugleich beispielhaft für weitere Projekte stehen soll. Durch die Reduzierung der versiegelten Flächen auf ein notwendiges Maß soll ein hoher Grad an Durchgrünung des Quartiers ermöglicht werden, die nicht nur ökologisch sinnvoll ist, sondern unter der Bewohnerschaft ein ‚Draußensein‘-Gefühl erzeugen soll. Dauerhafte, langlebige Materialien sollen die nachhaltige Gestaltung des Freiraums erhöhen. Die geplante Streuobstwiese sowie die Retentions- und Versickerungsflächen sollen Räume schaffen, die zur Steigerung der Biodiversität sowie dem Mikroklima beitragen sollen.

Angerhöfe
Die Angerplätze werden mittels ihrer Randbebauung mit Häuserzeilen räumlich gefasst und bilden kleine Hofgemeinschaften.

Auf der mittig gelegenen Rasenfläche befinden sich kleine Spielinseln, welche von Kleinkindern (0–6 Jahre) bespielt werden können. Die unmittelbare Nähe der Kleinkinderspielflächen zum Wohnbereich ermöglicht eine Beaufsichtigung der Kinder quasi vom Küchenfenster aus.

Streuobstwiese / Gemeinschaftshaus
Die mittig im Quartier gelegene Streuobstwiese stellt das zentrale Element des freiräumlichen Entwurfs dar. Durch ihre extensive, naturnahe Gestaltung soll die Streuobstwiese vor allem als Habitat und Nahrungsquelle der lokalen Fauna funktionieren. Doch neben ihrer ökologischen Funktion soll die Streuobstwiese ebenfalls die Bewohner des Quartiers durch diverse naturbezogene Aktivitäten wie
gemeinschaftliches Gärtnern oder die alljährliche gemeinsame Obsternte näher zusammenbringen, um somit den sozialen Zusammenhalt im Quartier zu stärken.

Spielen
Die im Quartier verorteten Spiel- und Fitnessangebote bieten Angebote für verschiedene Altersgruppen. Spielangebote für die Altersgruppe der 0–6-Jährigen sind als Spielinseln auf den Angerplätzen verortet sind. Durch die Nähe der Spielflächen zu den Wohnbereichen, können Kleinkinder unter Beobachtung der Eltern diese sicher nutzen. In Nähe zum Gemeinschaftshaus
befindet sich das Spielangebot für die älteren Kinder.

Akteure
Projektentwickler: INCEPT GmbH
Generalplaner: ZRS Architekten

Links
https://zrs.berlin/…gut-buchholz
www.incept.dev/…gut-buchholz

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2020
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