Ökologische Siedlung “Dröscheder Feld”


ref_wohnhof_pic158638 Iserlohn: Strasse: Oestricher Str. 39 bis 57. Organisation und Strukturierung des Projektes: Verein Wohnhof Iserlohn e.V., Architektur: Energie- und umweltgerechtes Bauen, Leo Schwering. Ca. 55 Personen in 17 WE und 2 Büros als Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser, Grasdach, Holzrahmenbauweise, stellplatzfreie Erschließung (zentral vorgelagerte Stellplätze), innovatives Finanzierungskonzept, Rechtsform “Verein”. 3. Preis beim Holzbaupreis 2000 des Märkischen Kreises.

Konzept
In der Innenstadt von Iserlohn, auf dem Gelände des ehemaligen Baubetriebshofes, entstanden 16 Einfamilienhäuser in ökologischer Holzbauweise. Die “Waldstadt” Iserlohn wurde nach ökologischen und ökonomischen Kriterien geplant und errichtet. Hierbei wurden den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohner Rechnung getragen. Der Innenhof wurde autofrei angelegt. Zäune als Abgrenzung der Grundstücke gibt es nicht und die Siedlung verfügt über ein Gemeinschaftshaus. Die 2 1/2-geschossigen Gebäude sind farblich aufeinander abgestimmt und individuell gestaltet.

Kompetenz und Eigenleistung
Zu Beginn der Planung des Projektes gründeten die zukünftigen Bewohner den Verein Wohnhof Iserlohn e.V., darunter der Architekt Leo Schwering (Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Holzbau AKÖH und der Garantiegemeinschaft Holzhausbau). Ihr Ziel war, die Siedlung gemeinsam zu planen, zu bauen und zu bewohnen. Zur erfolgreichen Durchführung des Projektes “Waldstadt” trug bei, dass die Beteiligten gute Gemeinschaftskonditionen mit Banken, Handwerksbetrieben und Baumärkten aushandeln konnten. Eine weitere Reduzierung der Baukosten um bis zu 20 Prozent, konnte durch Selbsthilfe und Eigenleistungen erreicht werden. Darüber hinaus standen beantragte Mittel aus Landeszuschüssen für Niedrigenergiebauweise und die Bundesförderungen für ökologisches Bauen und die Nutzung alternativen Energien zur Verfügung. Mit dem ersten Bauabschnitt wurde im Dezember 1997 begonnen. Das erste Richtfest konnte schon im darauffolgenden Mai gefeiert werden und die ersten Bewohner bezogen ihre Häuser im Dezember 1998.

Ökologisches Bauen – kostengünstig und gesund
Gemessen am Wohnwert und der langfristig zu erwartenden Wertschöpfung ist ökologisches Bauen kostengünstiger als konventionelles Bauen. Im Falle der “Waldstadt” Iserlohn betrugen die Gesamtkosten (ohne Finanzierungskosten und Eigenleistungen) für das kleinste Haus (ca. 120 qm Nutzfläche und Teilunterkellerung) ca. 195.000 Euro einschließlich des Gemeinschaftsanteils am Grundstück, Gemeinschaftshaus und Parkplatz. Die Heizkosten sind dank der Niedrigenergiebauweise gering; sie betragen im Durchschnitt nur 120 Euro pro Jahr für 100 qm Wohnfläche.

Ökologisch Komponenten
1. Holzrahmenbau in Niedrigenergiebauweise
2. Verwendung ökologisch unbedenkliche Baustoffe
3. passive und/oder aktive Nutzung der Solarenergie
4. Geringe Versiegelung des Bodens
5. Regenwassernutzung
6. Heizenergieeinsparung 40-45 % unter den Anforderungen der WSVO 1995
7. Dämmstoff: Zellulose

Link zur Darstellung des Planungsbüros:
www.leo-schwering.de/wohnhof-iserlohn.html



Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2020

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