Vortrag Dr. Stefan Gärtner „Zukunft der Arbeit in der Stadt“
Veröffentlicht
Zukunftsforum 2040 am 20.05.2019 in Freiburg
2:00:15 h
Weitblickend ist der Vortrag von Dr. Stefan Gärtner, IAT Gelsenkirchen (Minute 17 bis 56): Produktion in der Stadt: Chancen, Risiken und Ihre Einbindung in die städtische Wertschöpfung.
Darin werden Beispiele gezeigt, wie die Produktion wieder in die Stadt zurück geholt werden kann und wie Nutzungsmischung gelingen kann.
Am 26. April 2017 zeichnete die Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin die sächsisch-anhaltische Stadt Burg für ihr Engagement als Energie-Kommune des Monats aus. Ein Mieterstromprojekt sorgt vor Ort dafür, dass 230 Mietparteien Solarstrom zur Deckung eines Teils ihres Strombedarfs direkt vom Dach ihrer Wohnungen beziehen können. „Mieterstromprojekte sind ideal, um die Energiewende vor Ort voranzutreiben und gleichzeitig viele Bürger einzubeziehen – entweder durch die finanzielle Beteiligung an den Anlagen oder durch den Bezug von Ökostrom“, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien.
Im Rahmen des ersten Mieterstromprojektes der Stadt betreiben die hiesigen Stadtwerke auf den Dächern von zehn Mietshäusern einer Wohnungsbaugenossenschaft Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 283 Kilowatt peak.
150 konkrete Vorschläge enthält ein Katalog, den die Stadt Bonn nach der Erklärung des Klimanotstandes in den vergangenen Monaten erarbeitet hat. Viele der Maßnahmen kann die Verwaltung direkt umsetzen, für andere benötigt sie einen politischen Beschluss. Bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, 22. Januar 2020, stellten Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Stadtbaurat Helmut Wiesner den Maßnahmenkatalog vor.
Der Bonner Stadtrat hatte am 4. Juli 2019 beschlossen, eine Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes zu unterstützen. Damit hat sich Bonn anderen Kommunen angeschlossen und bekräftigt, dass Klimaschutz im kommunalen Handeln höchste Priorität haben muss. Die Verwaltung hat daher in den vergangenen Monaten unter Beteiligung aller Dezernate einen Maßnahmenkatalog erarbeitet.
Oberbürgermeister Ashok Sridharan: „Der Ausrufung des Klimanotstandes müssen jetzt schnell Taten folgen! Bewusst haben wir deswegen einen Ansatz gewählt, der es uns ermöglicht, direkt aktiv zu werden: Viele der erarbeiteten Maßnahmen kann die Stadtverwaltung unmittelbar umsetzen und so selbst einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten. Uns allen muss aber auch klar sein: Der Maßnahmenkatalog liefert noch keine Antwort darauf, wie die Stadt Bonn bis 2035 klimaneutral werden kann! Hier liegt noch viel Arbeit vor uns.“
Der Oberbürgermeister kündigte an, die Rolle des Umweltamtes mit der Leitstelle Klimaschutz innerhalb der Verwaltung zu stärken. Das Umweltamt soll mehr Personal bekommen und noch stärker in klimaschutzrelevante Entscheidungen eingebunden werden.
Die Vorlage zum Maßnahmenkatalog soll in erster Lesung im Rat am 6. Februar behandelt und anschließend an den Umweltausschuss am 12. März verwiesen werden. In der Zwischenzeit erfolgt zudem die beratende Beteiligung des Bonner Klimaschutzbeirates.
Die Beschlussvorlage zum „Klimanotstand“ enthält auch Vorschläge aus dem Ratsauftrag „Umsetzung Klimamaßnahmen“. Entsprechend dem Auftrag basieren sie auf den noch nicht umgesetzten Projekten des Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzeptes aus 2013.
Sofern zum jetzigen Zeitpunkt möglich, sind die Ideen mit Kosten und der möglichen CO2-Einsparung versehen. Ein wichtiges Instrument im gesamten Maßnahmenportfolio sind finanzielle Anreize für klimafreundliches Handeln. Wer etwa bei Veranstaltungen auf Einwegmaterialien verzichtet oder auf seinem Gebäude eine PV-Anlage errichten beziehungsweise das Dach und die Fassade begrünen will, soll mehr Unterstützung erhalten.
Fünf Millionen Euro sollen nach dem Vorschlag der Verwaltung in den Doppelhaushalt 2021/2022 als Anschubfinanzierung für die dargestellten Projekte eingestellt werden. Damit können einige bereits konzeptionierte Maßnahmen unmittelbar umgesetzt werden. Für andere können aus diesem Budget eine vertiefende Planung finanziert und die zur Umsetzung notwendigen Investitionsmittel bemessen werden. Diese Mittel müssen in den kommenden städtischen Haushalten Berücksichtigung finden.
Stadtbaurat Helmut Wiesner: „Klimaschutz hat in Bonn seit 1995 Geschichte. Wir können deshalb auf den Erfahrungen von 25 Jahren und den etablierten Strukturen aufbauen, um uns den zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels zu stellen. Daran knüpfen die handlungsorientierten Maßnahmenvorschläge als Reaktion auf die Ausrufung des Klimanotstands an.“ Insgesamt umfasst das aktuelle Programm circa 150 Einzelprojekte, welche sich den folgenden sechs Handlungsfeldern zuordnen lassen.
Solares Bonn
Photovoltaik in Bonn soll weiter ausgebaut werden. Das Bonner Solardachkataster bietet bereits jetzt eine Orientierung für Hauseigentümer, ob sich das eigene Gebäude für die Installation einer PV-Anlage eignet. Darauf aufbauend möchte die Stadt ein Beratungsangebot starten, um Interessierte von der Erstinformation bis zur Installation der Anlage zu begleiten. Zusätzlich soll mit dem „1000-Dächer- Programm“ ein Förderprogramm mit einem Zuschuss in Höhe von 1000 Euro pro geförderter PV-Anlage aufgelegt werden.
Dort wo die Stadt Einfluss nehmen kann, soll die Installation von PV-Anlagen für Bauherren zudem verpflichtend werden, etwa bei Neubauten im Rahmen von vorhabenbezogenen Bebauungsplänen, bei Entwicklungsmaßnahmen und beim Verkauf städtischer Grundstücke. Nach dem Beispiel der Stadt Tübingen sollen Bauherren nachweisen müssen, dass die Installation einer PV-Anlage unwirtschaftlich ist, um von der Verpflichtung befreit zu werden.
Die Stadt selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und das große Potenzial ihrer eigenen Gebäude weiter systematisch erfassen. Bei städtischen Neubauten wird die Installation von Photovoltaikanlagen grundsätzlich vorbereitet und – wenn möglich – in Kooperation mit den Stadtwerken oder Energiegenossenschaften realisiert. Aktuell gibt es 63 Anlagen auf städtischen Gebäuden. Auf den Kläranlagen in Duisdorf und am Salierweg wurden 2009 und 2016 bereits PV-Anlagen mit einer Leistung von 172.000 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) installiert. Auf der Kläranlage Bad Godesberg wird derzeit eine Anlage mit einer Leistung von 75.000 kWh/a realisiert.
Klimaschonend bauen und wohnen
Ein Forum mit regelmäßigen Veranstaltungen für Akteure der Wohnungs- und Bauwirtschaft soll die Erfahrungen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz ausbauen und institutionalisieren. Eine städtische Kampagne zum Thema umweltverträgliche Baustoffe soll gezielt Planer, Architekten und Bauherren ansprechen. Die Bonner Energie Agentur (BEA) betreibt bereits jetzt Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zum energetischen Bauen und Sanieren und empfiehlt etwa Energie-Effizienz-Partner, die bei Sanierung oder Neubau unterstützen.
Für städtische Neubauten gelten mit dem KfW-55-Standard aktuell schon sehr hohe Energieeffizienzstandards, die über die gesetzlichen Forderungen hinausgehen. Diese Standards gelten zudem bei vorhabenbezogenen Bebauungsplänen, städtebaulichen Verträgen und Entwicklungsmaßnahmen sowie beim Verkauf städtischer Grundstücke. Für ihre Gebäude will die Stadt bei Sanierung und Neubauten zudem prüfen, ob grundsätzlich zertifizierte Nachhaltigkeitsstandards (z.B. DGNB-Zertifizierungssystem) angewendet werden können.
Nachhaltige Bundesstadt Bonn
Die Verwaltung wird ein Konzept erarbeiten, wie der Konzern Stadt Bonn inklusive der städtischen Töchter Bonnorange und Stadtwerke bis 2035 klimaneutral werden kann. Dafür müssen der Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduziert und geeignete Kompensationsmöglichkeiten geschaffen werden.
Fest steht: Dienstreisen sollen künftig klimafreundlicher organisiert werden. Der ÖPNV hat klaren Vorrang; Flugreisen – insbesondere im Inland – sollen vermieden werden. Das Job-Ticket soll günstiger werden, und die städtische E-Fahrzeugflotte wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Die Beschaffung von Büroausstattung und Dienstkleidung soll nach klima- und ressourcenschonenden Kriterien ablaufen. Seit vielen Jahren setzt die Stadtverwaltung zudem auf Recyclingpapier und wurde hierfür bereits zehn Mal als eine der recyclingpapierfreundlichsten Städte Deutschlands ausgezeichnet.
Stadtentwicklungsprojekte
Das Land NRW hat das umfangreiche Förderprojekt „Emissionsfreie Innenstadt“ im November 2019 bewilligt. In den kommenden drei Jahren werden Radschnellwege ausgebaut und Mobilstationen in der Innenstadt errichtet, welche verschiedene Verkehrsangebote wie ÖPNV, Car-Sharing und Radverleih räumlich verknüpfen und so den Umstieg zwischen Verkehrsmitteln erleichtern. Zusätzlich sind weitere E-Ladestationen und Fahrradparkhäuser geplant.
Im Rahmen des Modellprojektes „Lead City“ wird mit dem Programm „Jobwärts“ derzeit ein betriebliches Mobilitätsmanagement für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in der Region etabliert.
Kampagnen und Kommunikation
Veranstalter, die auf Nachhaltigkeit setzen, sollen finanzielle Anreize erhalten – etwa für den Bezug von Ökostrom oder die Reduzierung von Einweg-Plastik. Bei ihren eigenen Großveranstaltungen, wie Pützchens Markt oder dem Weihnachtsmarkt, will die Stadt hier mit gutem Beispiel vorangehen.
Verschiedene Aktionen sollen zudem ein Umdenken in der Bevölkerung anstoßen: Zu den Vorschlagen zählen etwa ein autofreier Tag und künstlerische Inszenierungen, die auf den fortschreitenden Klimawandel hinweisen. Die städtische Klimaschutzkampagne „Neu denken, einfach handeln“ soll ausgeweitet und Aktionen wie Stadtradeln weiter fortgeführt werden. Im Rahmen von „Bio-Stadt Bonn“ setzt die Stadt seit 2019 Akzente im Themenbereich Ernährung und biologische Landwirtschaft.
Klimaanpassung
Um sich auf die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels möglichst gut einzustellen, muss bereits jetzt Vorsorge getroffen werden. „Mobile grüne Zimmer“ mit vertikaler Begrünung und einem belaubten Dach sollen an heißen Tagen für mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sorgen. Zudem sollen finanzielle Anreize und Beratungen für Bürgerinnen und Bürger angeboten werden, die ihre Dächer und Fassaden oder versiegelte Flächen begrünen wollen.
Die im Rahmen des ZURES-Projektes erarbeitete Klimaanalyse und die darauf aufbauende Planungshinweiskarte dienen in diesem Zusammenhang als wichtige Grundlage und geben Auskunft darüber, wie mit stadtplanerischen Mitteln der zunehmenden Hitzebelastung begegnet werden kann.
Energie- und Zukunftsspeicher Pfaffengrund Modell Straßenansicht. Abb.: Stadtwerke Heidelberg
Am Montag, den 17. Juli 2017, fand ein symbolischer Spatenstich für das Leuchtturmprojekt der IBA auf dem Werksgelände der Stadtwerke Heidelberg im Pfaffengrund statt. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Heidelbergs Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Dr. Rudolf Irmscher, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg, Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie sowie Projektpartner gaben – begleitet von 180 Gästen – den symbolischen Startschuss für das Projekt. Der Energie- und Zukunftsspeicher der Stadtwerke Heidelberg wurde jüngst als Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) ausgezeichnet: Der IBA-Aufsichtsrat hat, auf Empfehlung des international besetzten Kuratoriums, den Energie- und Zukunftsspeicher als eines derjenigen Projekte ausgewählt, die von der IBA Heidelberg weiterhin intensiv begleitet und deren anspruchsvolle Realisierung nun ansteht. Mit dem Büro LAVA–Laboratory for visionary architecture und den A24 Landschaftsarchitekten (beide Berlin) hatte ein international arbeitendes, innovatives Architekturbüro den Wettbewerb gewonnen. Während einer Talkrunde beim Spatenstichfest überreichte der geschäftsführende Direktor der IBA Heidelberg, Prof. Michael Braum, sowie Jürgen Odszuck die IBA-Projekt-Urkunde an Michael Teigeler. Bis Ende 2019 soll der Speicher in Betrieb gehen.
Berlin, 9. Januar 2020 – Eine der Herkulesaufgaben, um die Klimaziele zu erreichen, ist es, den CO2-Ausstoß der Wärmeversorgung radikal zu senken. Eine Forschergruppe unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zeigt, wie Städte sich sozialverträglich von Kohle, Öl und Gas abwenden können. Im Projekt „Urbane Wärmewende“ wurden mögliche Beiträge von erneuerbaren Energien und lokalen Wärmequellen in Berliner Stadtquartieren untersucht. „Abwärme aus Betrieben, Wärme aus Abwasser oder Geothermie werden bislang kaum genutzt. Der Schlüssel für solche umweltfreundliche Wärme sind Quartierskonzepte und Wärmenetze“, so Projektleiter Bernd Hirschl vom IÖW. „Eine wichtige Voraussetzung ist ein effizienterer Gebäudebestand. Nur wenn der Wärmebedarf deutlich gesenkt wird, können umweltfreundliche Wärmequellen effizient genutzt werden.“
In dem dreijährigen Projekt erarbeite das Projektteam aus IÖW, Universität Bremen und Technischer Universität Berlin gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit Förderung des Bundesforschungsministeriums lokale Wärmekonzepte für drei Berliner Quartiere. Ende des Jahres 2019 diskutierten sie ihre Ergebnisse mit der Wärmebranche in Berlin, die Dokumentation der Tagung ist jetzt online auf www.urbane-waermewende.de.
Keimzellen für die Wärmewende erschließen
„Bisherige Quartierskonzepte waren oft zu komplex, hatten zu viele verschiedene Akteure und landeten am Ende oft in der Schublade. Deshalb empfehlen wir einen Keimzellenansatz“, so Elisa Dunkelberg vom IÖW. Dies können etwa öffentliche Gebäude, Neubauvorhaben, gewerbliche Gebäude oder Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften sein.
Für ein Altbauviertel im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zeigen die Forscher, wie ein Quartierskonzept aussehen kann: Zunächst muss der Wärmebedarf durch eine energetische Sanierung gesenkt werden. Die Wärme kann über eine Abwasser-Wärmepumpe, die zum Teil mit vor Ort erzeugtem Solarstrom betrieben wird, in Kombination mit Kraft-Wärmekopplung erzeugt werden. „Vor allem bei öffentlichen Gebäuden, die eine – in Berlin gesetzlich verankerte – Vorreiterrolle haben, sollte im Sanierungsfall und bei Neubauten immer geprüft werden, ob sie sich als Keimzelle für ein Quartierskonzept und die Mitversorgung umliegender Gebäude eignen“, betont Dunkelberg.
Klimaneutrale Fernwärme: Abwärme und Erneuerbare nutzen
Fernwärme spielt in urbanen Räumen eine große Rolle. „Um klimaneutral zu werden, ist es wichtig, lokale Wärmequellen aus Abwasser, Flusswasser und Geothermie sowie aus Abwärme mehr in die Fernwärme zu integrieren“, so Hirschl. Dabei muss auch auf die Resilienz des Wärmeerzeugungssystems geachtet werden. Eine gemeinsame Fallstudie mit dem Fernheizwerk Neukölln zeigt, dass es möglich ist, lokale Wärmequellen zu nutzen. Aber es muss technisch erprobt werden und es braucht unterstützende, finanzielle Maßnahmen. Nächste Schritte müssten nun etwa Probebohrungen für tiefe Geothermie sein sowie Pilotanlagen, die Abwasser- oder Flusswasserwärme durch Groß-Wärmepumpen für die Fernwärme bereitstellen. Für die Investition in die teils unerprobten und hochinvestiven Technologien braucht es Strategien zur Förderung und Risikoabsicherung.
Wärmewende erfordert kommunale strategische Wärmeplanung – und Sozialverträglichkeit
„Um die identifizierten Potenziale zu erschließen, hilft eine kommunale Wärmeplanung, wie sie in Vorreiterländern wie Dänemark bereits seit Langem und in anderen Bundesländern und Kommunen seit einiger Zeit vorgeschriebene Praxis ist“, betont Hirschl. Grundlage hierfür ist ein Wärmekataster, das die Wärmequellen wie Abwasser und gewerbliche Abwärme sichtbar macht. Damit können auch Quartiere für gebäudeübergreifende Konzepte identifiziert werden. Mit der Sektorenkopplung kommt es zudem darauf an, dass Kommunen und Städte infrastrukturübergreifend planen. Instrumente wie die Bauleitplanung und städtebauliche Verträge sind auf Klimaneutralität auszurichten.
Geringe Sanierungsraten der letzten Jahre zeigen, dass rein anreizbasierte Maßnahmen nicht ausreichen, um die energetische Modernisierung sicherzustellen. Deshalb empfehlen die Forscherinnen und Forscher, die Vorschriften stärker umzusetzen und einen Stufenplan zu entwickeln, der den Gebäudebestand in Richtung Klimaneutralität führt. Gleichzeitig müssen Zuschüsse erhöht und Konditionen für die Umlage auf die Miete sozialverträglicher werden. Ein Stufenplan unter den Bedingungen eines Mietendeckels muss so ausgestaltet werden, dass die energetische Modernisierung sowohl für Vermieter als auch für Mieterinnen wirtschaftlich zumutbar ist.
Bundesforschungsministerium finanziert Projekt „Urbane Wärmewende“ zwei weitere Jahre
Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt in neuer Partnerkonstellation für zwei weitere Jahre, um Lösungsstrategien für die zentralen Hemmnisse bei der Umsetzung zu erproben und die Forschungsergebnisse in einer kommunalen Wärmeplanung zu verankern. Partner sind neben dem IÖW die Berliner Wasserbetriebe und die Rechtskanzlei Becker Büttner Held.
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