Kategorie für Blog: Nutzungsmischung


30 Jahre-DASL-Sonderpreis für das Französische Viertel in Tübingen

Der Sonderpreis zum Thema „Städtebau revisited: Preise – Praxis – Perspektiven“ wurde dem Projekt Städtebaulicher Entwicklungsbereich Stuttgarter Straße, Französisches Viertel in Tübingen zuerkannt. Der parallel zum Städtebaupreis ausgelobte Sonderpreis dient der Akzentuierung besonders dringlicher Handlungsfelder im Städtebau und in der Stadtplanung. Er wurde am 23.4.2021 aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums des Deutschen Städtebaupreises an Beiträge verliehen, die zwischen 1980 und 2010 mit Preisen und Auszeichnungen bereits gewürdigt wurden. Die Jurierung des Sonderpreises war sehr komplex, musste doch eine Spanne von 30 Jahren, also einer Generation, der damals als herausragend betrachteten Leistungen deutschen Städtebaus abgebildet werden und im Rückblick belastbare, robuste, objektive Kriterien herangezogen werden, die die Komplexität von 30 Jahre Städtebaugeschichte, 30 Jahre städtebauliche Leitbilder ausreichend abbilden konnten. Weiterlesen


Deutscher Städtebaupreis 2020 geht nachBerlin

Der in zweijährigem Turnus von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) mit maßgeblicher Unterstützung der Wüstenrot Stiftung verliehene Städtebaupreis geht in der Auslobung DSP 2020 an das Projekt Quartier am ehemaligen Blumengroßmark in Berlin. Zum Städtebaupreis wurden mit 81 Bewerbungen besonders viele Projekte eingereicht. Das Spektrum war sehr breit: stadtstrukturell-geographisch, thematisch, baulich-räumlich. Vom Rathausneubau im städtebaulichen Kontext einer kleinen Kommune bis zum großen Konversionsprojekt einer Metropolregion sah sich die interdisziplinär zusammengesetzte Jury (Stadtplanung, Architektur, Freiraumplanung, Denkmalpflege, Wirtschaft, Soziologie) in vielen Fällen vor eine sehr schwierige Entscheidung gestellt.


Studie “Urbane Produktion für eine Produktive Stadt”

In einem Forschungsvorhaben des iaw wurden die konzeptionellen Grundlagen der Urbanen Produktion und der Produktiven Stadt mit Blick auf die Situation in Bremen aufbereitet und in ihrem Wirkungsgefüge analysiert. Die Studie unterbreitet Vorschläge zur Beschreibung und Erfassung einer stadtaffinen und -verträglichen Urbanen Produktion sowie deren Einbettung in ein stadtentwicklungspolitisches Leitbild einer Produktiven Stadt. Anhand von sieben Referenzstädten (Wien, Zürich, Stuttgart, Hamburg, Frankfurt am Main, Wuppertal, Bochum) wurden entsprechende Aktivitäten herausgefiltert sowie deren Übertragbarkeit auf die Stadt Bremen überprüft. In der Stadt Bremen wurden acht Standorte und Quartiere (u. a. Tabakquartier, Kellogg-Areal) hinsichtlich ihrer Potenziale für die Umsetzung einer Produktiven Stadt untersucht.


Bund unterstützt Entwicklung des “Büchel”-Quartiers in Aachen mit 5,5 Millionen Euro

Eine höchst erfreuliche Nachricht hat heute Morgen (17. März 2021) die Stadt Aachen erreicht: Bundesminister Horst Seehofer hat die diesjährige Auswahl der „Nationalen Projekte des Städtebaus“ bekanntgegeben und angekündigt, die Entwicklung des Altstadtquartiers Büchel mit bis zu 5,5 Millionen Euro zu fördern. Aachen ist damit eine von vier Kommunen in NRW, die den Zuschlag bekommen haben. Mit der Höhe der Fördersumme steht die Stadt bundesweit an dritter Stelle.


Patrick-Henry-Village erhält höchste Fördersumme im Städtebau-Programm

Heidelberg erhält für zwei Bauprojekte auf den Konversionsflächen eine massive Förderung aus der Städtebauförderung 2021. Die Entwicklung von Patrick-Henry-Village (PHV) zu einem neuen Stadtteil hat sogar die höchste Fördersumme im kompletten Programm erhalten. 3,5 Millionen Euro fließen hierfür nach Heidelberg. Zudem wird der Umbau der Sporthalle auf dem ehemaligen US-Hospital in Rohrbach mit 400.000 Euro gefördert. Das hat das baden-württembergische Wirtschaftsministerium am Mittwoch, 3. Februar, bekanntgegeben.


Neue Leipzig-Charta zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Anlässlich des Treffens der EU-Minister:innen für Stadtentwicklung und Territoriale Kohäsion zur „Neuen Leipzig-Charta“ erklärt Daniela Wagner, Sprecherin für Stadtentwicklung der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag:

Die „Neue Leipzig-Charta“ begrüßen wir. Denn ohne die Transformationskraft der Städte und die Ideen und Tatkraft ihrer Bewohner:innen werden wir die Herausforderungen der Klimakrise nicht bewältigen. Dennoch enthält die Charta erhebliche Leerstellen. Es fehlt das Leitbild der resilienten Stadt. Dabei ist die Entwicklung zu robusten und widerstandsfähigen Städten wichtig, um Risiken besser einschätzen sowie Gefahren rechtzeitig erkennen und vorbeugen zu können. Auch wird das Leitbild der gesunden Stadt nicht benannt – trotz der Hitzewellen aufgrund der Klimakrise, eines nie versiegenden Stroms an Luftschadstoffen aus fossilen Verbrennungsmotoren und der aktuellen Herausforderung einer globalen Pandemie.


UmweltBank entwickelt nachhaltiges Stadtquartier in Nürnberg

Die UmweltBank hat das ehemalige GfK-Gelände am Nürnberger Nordwestring erworben. Das Unternehmen plant ein ökologisch und sozial nachhaltiges Stadtquartier mit Wohnraum, Kita, Gewerbe und öffentlichen Grünflächen. Der neue Hauptsitz der grünen Bank wird ebenfalls Teil des Quartiers. Der bisherige Eigentümer, ein Joint Venture aus Pegasus Capital Partners und Art-Invest Real Estate, hatte in den vergangenen Jahren bereits ein städtebauliches Konzept entwickelt und mit der Stadt Nürnberg abgestimmt. Die UmweltBank möchte dieses Konzept entsprechend ihren eigenen Anforderungen im Schulterschluss mit der Stadt weiterentwickeln.


Video (2018) über das Neubauviertel “Merwede” in Utrecht (NL)

Neubauviertel mit raumeffizienten Mobilitätsangeboten


2:14 Min. – 4.10.2018

An der Westseite des Merwedekanals entsteht in zentraler Lage unweit des Hauptbahnhofs von Utrecht ein neues nachhaltiges Stadtquartier. Ein städtebaulicher Plan zur Umgestaltung eines Industriegebiets am Kanal wurde von der Gemeinde Utrecht zusammen mit zehn Grundbesitzern ausgearbeitet. Der Plan sieht einen gemischten Stadtteil mit 17 Blöcken vor. Hier sollen 6.000 bis 9.000 Wohnungen für ca. 12.000 Bewohner entstehen. Das Gebiet soll ein Vorzeigeobjekt für gesundes und nachhaltiges Leben mit innovativen Konzepten für Recycling, Energieerzeugung, Klimaanpassung und Mobilitätslösungen werden. Größe: 60 ha. Geplante Fertigstellung: bis 2024
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BMU-/UBA-Bundespreis “Umwelt & Bauen“

21.01.2020 Alle reden über Nachhaltigkeit – auch die Baubranche. Den passenden Gesprächsstoff liefert ein Preis, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) seit heute ausschreiben: Mit dem neuen „Bundespreis Umwelt und Bauen“, der 2020 erstmals vergeben wird, wollen die Initiatoren Projekte mit Vorbildcharakter in puncto Nachhaltigkeit auszeichnen – nicht nur in den klassischen Bereichen Bestand und Neubau, sondern zudem in fünf weiteren Kategorien. Bewerben können sich alle Akteure des Baubereichs. Teilnahmeschluss ist der 15. April 2020.


Neu erschienen: Handbuch “Urbane Produktion”

Ziel des Handbuches ist es, kommunalen Akteuren konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, mit deren Hilfe Produktion im städtischen Raum gehalten und angesiedelt werden kann. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt UrbaneProduktion.Ruhr wurde von Oktober 2016 bis Dezember 2019 erforscht, ob und wie es möglich ist, Produktion in die Stadt zurückzubringen.


rbb-Doku (2019) “Im Möckernkiez”

Deutschlands größtes genossenschaftliche Wohnprojekt in Berlin

28:58 Min. Video verfügbar bis: 02.12.2020. Erstaustrahlung am: 2.12.2019

In der Metropole leben, in einer großen Gemeinschaft, nach eigenen Regeln. Zentral, energiesparend, ökologisch, weltoffen, integrativ. Diesen Traum haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner vom Möckernkiez in Berlin-Kreuzberg erfüllt.

Anmerkung der sdg21-Redaktion:
In der Doku sehen Sie
– schöne Luftaufnahmen des Wohnquartiers,
– anhand von Einzelportraits, wie es sich das Leben in einem solchen Wohnumfeld abspielt und was der Unterschied zum normalen Wohnen ist
– welche Vorteile das autofreie Mobilitätskonzept hat
– wie das ökologische Energiekonzept mit Solarstrom und BHKWs funktioniert, die Energiezentrale ist sehr beeindruckend!
– wie die Finanzierung als Wohnbau-Genossenschaft abläuft
– welche Finanzierungsprobleme es bei dem großen Genossenschafts-Projekt gab
– was es bedeutet Selbstbestimmung im Quartier umzusetzen
– und wie die Nutzungsmischung realisiert wurde

Infos zum Projekt
http://sdg21.eu/db/moeckernkiez-eg-berlin


Patrick-Henry-Village: Zukunftsstadtteil mit grünem Herz

Dynamischer Masterplan für das Patrick-Henry-Village vorgestellt / Bürgerbeteiligung ab dem 9. Dezember Ein zentraler Park mit einem See im Zentrum, Vielfalt in der Architektur und bei der Nutzung von Gebäuden, Energieproduktion direkt im Quartier, eine Ringstraße, große Quartiersgaragen, der öffentliche Raum dafür stellplatzfrei – das sind nur einige Aspekte aus […]


Leipzig Charta 2.0

Anne Katrin Bohle ist seit März 2019 Baustaatssekretä­rin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Bis zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 soll die “Leipzig-Charta” zur “Leipzig Charta 2.0” weiterentwickelt werden. Die selbst in Fachkreisen wenig bekannte “Leipzig-Charta” beruft sich auf die Werte der “Mit- und Selbstbestimmung der Bürger, fordert die […]


Vortrag Dr. Stefan Gärtner “Zukunft der Arbeit in der Stadt”

Zukunftsforum 2040 am 20.05.2019 in Freiburg

2:00:15 h

Weitblickend ist der Vortrag von Dr. Stefan Gärtner, IAT Gelsenkirchen (Minute 17 bis 56): Produktion in der Stadt: Chancen, Risiken und Ihre Einbindung in die städtische Wertschöpfung.

Darin werden Beispiele gezeigt, wie die Produktion wieder in die Stadt zurück geholt werden kann und wie Nutzungsmischung gelingen kann.


50 Stadtbauräte und Planungsdezernenten fordern Änderung der Baugesetzgebung

„Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht“ 50 Stadtbauräte, Dezernenten und Planungsamtsleiter aus über 40 deutschen Städten, darunter Hamburg, Hannover, München, Köln, Bochum, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt am Main haben die „Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht“ unterzeichnet. Sie fordern eine grundlegende Novellierung der Baunutzungsverordnung BauNVO und der Verwaltungsvorschrift TA-Lärm, damit in Zukunft schöne und […]


Junge Wohngenossenschaften fordern Umdenken

Forderungspapier des Bündnis Junge Genossenschaften Berlin vom 9. März 2018 Um den Bau preiswerter Wohnungen voranzubringen, hat sich in Berlin 2017 ein Bündnis Junger Genossenschaften gegründet. „Wohnungsgenossenschaften sind seit weit über 100 Jahren ein Eckpfeiler des sozial verantwortungsvollen und preiswerten Wohnungsmarkts in Berlin“, stellt der Genossenschaftsvorstand der Bremer Höhe und […]


“Verinselung der Lebenswelten“: Interview

mit dem Soziologen Patrick Sachweh “Gefühlt wird alles immer ungleicher – mehr Umverteilung wollen die Menschen trotzdem nicht. Soziologe Patrick Sachweh weiß, warum.” in der Süddeutschen Zeitung vom 10.9.2016


Vortrag von Richard Sennett und Saskia Sassen (2016)

Vortrag von Richard Sennett und Saskia Sassen am 9. Juni 2016 im Oskar von Miller Forum (Internationalen Begegnungszentrum der Bayerischen Bauwirtschaft) in München.

Aus der Pressemitteilung der Vortragsankündigung: “Richard Sennett und Saskia Sassen untersuchen die Art und Weise, in der sich die moderne Gesellschaft – um mit den Worten des Schweizer Historikers Jacob Burckhardt zu sprechen – in Richtung eines Zustandes von „brutaler Einfachheit“ entwickelt, bei dem klar zwischen Gewinnern und Verlierern, religiösen Überzeugungen, Einheimischen und Fremden unterschieden wird. Dem gegenüber steht der Gedanke der „Open City“, die eine Öffnung der Stadt im Hinblick auf ein komplexes Zusammenspiel von Politik, sozialem Leben und Kultur fördert.”

Video-Mitschnitt 1:55 min.:
www.oskarvonmillerforum.de/videoarchiv/the-open-city-richard-sennett-saskia-sassen.html


Dokumentarfilm (2015) “Wem gehört die Stadt” Heliosgelände Köln

2.35 min, 26.01.2015, ausgestrahlt am 5.7.2016 im ZDF

Dokumentarfilm von Anna Ditges

Als ein Großinvestor ankündigt, auf einem ehemaligen Industrieareal mitten in Köln-Ehrenfeld eine Shopping-Mall zu bauen, werden Proteste der Bürger laut. Die Filmemacherin Anna Ditges erzählt in ihrem Kinofilm “WEM GEHÖRT DIE STADT – Bürger in Bewegung” (90 min., 2014) von einer existenziellen Auseinandersetzung zwischen Menschen mit unterschiedlichsten, oft unvereinbaren Lebenswelten und Wertevorstellungen auf dem Kölner Heliosgelände. “Im Spannungsfeld von Engagement, Eigennutz und Sinnstiftung geht sie der Frage nach, wie Demokratie im Alltag funktionieren kann und wie viel politische Verantwortung die eigene Heimat für jeden Einzelnen bedeutet.”

Weitere Informationen oder auch Buchungsanfragen:
http://wemgehoertdiestadt-derfilm.de

Webseite der Bürgerinitiative Helios
www.buergerinitiative-helios.de

Webseite des Stadtplanungsamt von Kölner zum Heliosgelände:
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/projekte/helios-gelaende

Projektinfos: https://sdg21.eu/db/heliosgelaende


Neue Webseite mit “Immovielien”-Beispielsammlung

Als Immovielien bezeichnet die Montag-Stiftung Urbane Räume (Bonn) Immobilien, die von vielen für viele entwickelt werden und einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Eine Webseite der Stiftung ist jetzt online gegangen, auf der ausführlich Vorbildprojekte dokumentiert werden, von denen man sich insprieren lassen kann: vom ExRotaprint in Berlin bis zum Elsebad […]


Video (2014) Entwicklungskonzeption Konversionsquartier “Franklin”

15 Min., veröffentlicht: 5.2.2014

Aus dem iterativen Planungsprozess zur Benjamin Franklin Village ist das Büro Tegnestuen Vandkunsten aus Dänemark für den Bereich Städtebau und Architektur hervorgegangen. In diesem Video zeigen die Planer ihre Ideen und Konzepte zur weiteren Entwicklung.

Quelle: Tegnestuen Vandkunsten, 2012

Projektinfos: https://sdg21.eu/db/quartier-franklin-in-mannheim


Video (6 min., 2012) Margrit und Declan Kennedy erklären Permakultur

Permakultur
In diesem Video von Oktober 2012 erklären die beiden Pioniere neuer Wirtschafts- und Lebensweisen Margrit (die 2011 gestorben ist) und ihr Mann Declan Kennedy, in 6 Minuten die Grundzüge der Permakultur. Die Aufnahmen entstanden bei Margrit und Declan Kennedy Zuhause im Lebensgarten Steyerberg:

6:45  min, 2012