Ernest Callenbach: The Hollowing Out of the American Empire
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Die aktuellen Entwicklungen durch die US-Wahlen 2016 haben mich an einen ernsten aber insgesamt visionären Vortrag von Ernest Callenbach 2005 in Freiburg erinnert, den es immer noch auf YouTube gibt. Sein Vortrag ist aktueller denn je. 11 Jahre später kann man sagen, er hat in vielen Punkten recht behalten… Er verliert dabei aber nicht den Blick für eine positive, wünschenswerte, nachhaltigere Welt.
Schon 2005 beschrieb Ernest Callenbach, dass Amerika den Gipfel seiner Weltmachtstellung überschritten hat, welche Kräfte es geschwächt haben und was nötig wäre, um eine nachhaltigere Welt aufzubauen.
Das österreichische Parlament hat ein Notpaket zur Förderung der Photovoltaik umgesetzt. Ab 2020 steht nun jährlich ein Budget von 36 Mio. Euro für die Investitionsförderung von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern zur Verfügung.
Wie kann Bonn bis 2035 klimaneutral werden? Diese Frage möchte das Mitwirkungsprojekt „Bonn4Future – Wir fürs Klima!“ zusammen mit Bonner Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden zwei Jahren diskutieren. Seit Mitte 2019 gilt in Bonn der Klimanotstand; im November 2019 hat der Rat beschlossen, dass Bonn bis 2035 klimaneutral werden soll. Die Stadt und der gemeinnützige Verein Bonn im Wandel haben nun einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit „Bonn4Future“ an den Start gebracht.
Ganz wichtig ist bei „Bonn4Future“ eine neue Kultur des gegenseitigen Zuhörens und der guten Zusammenarbeit. Alle Beteiligten suchen Lösungen, wie die Klimaneutralität für unsere Stadt gelingen kann. Alle übernehmen Verantwortung und leisten ihren Beitrag.
„Um Klimaneutralität in Bonn bis 2035 erreichen zu können, kommt es neben der richtigen Weichenstellung auf internationaler und nationaler Ebene auch auf uns alle hier vor Ort an“, so Oberbürgermeisterin Katia Dörner. „Auf Politik, Verwaltung, Unternehmen und die Bonnerinnen und Bonner mit ihren Ideen und Entscheidungen. Mit ihnen wollen wir im Mitwirkungsverfahren ‚Bonn4Future‘ ins Gespräch kommen, denn nur so kann dieser große Transformationsprozess für Bonn gelingen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Bonn im Wandel und unserer engagierten Stadtgesellschaft!“
Projektbausteine: Maßnahmen entwickeln und umsetzen
Beim Klimatag – der je nach Pandemie-Lage noch terminiert und geplant wird – sind Bürgerinnen und Bürger eingeladen, einen gemeinsamen Klimavisions- und Aktionsplan für ein klimaneutrales Bonn zu erarbeiten. Die Ideen und Erkenntnisse aus diesem Klimatag fließen ein in insgesamt vier geplante Klimaforen – das erste soll noch in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden. Dort erarbeiten 100 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zusammen mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Vereinen, Kultur, Verwaltung und Politik Strategien und konkrete Vorschläge für den Weg zu Klimaneutralität 2035.
Ergebnisse und Ideen aus den Foren werden in die Verwaltung und in die Politik gespiegelt. Sie dienen zur Orientierung und Unterstützung bei der Weiterentwicklung der bereits vorhandenen Klimaschutz-Maßnahmenkataloge.
Ein Projekt-Beirat und eine begleitende wissenschaftliche Evaluation sorgen für eine hohe Qualität des Mitwirkungsverfahrens.
„Der Klimawandel beschäftigt die Menschen in Bonn, das merken wir in unserer Arbeit jeden Tag“, so Dr. Gesa Maschkowski, Vorstand des Vereins Bonn im Wandel. „Viele Menschen wollen etwas tun und wünschen sich wirksame Maßnahmen. Jetzt bringen wir sie zusammen. Die Bürgerinnen und Bürger, Menschen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und dem sozialen Bereich sowie Politikerinnen und Politiker aller Parteien. Denn wir müssen jetzt planen und handeln, wenn Bonn spätestens 2035 klimaneutral sein soll.“
Eine möglichst breite Beteiligung soll in den nächsten zwei Jahren konstruktive Ideen und Ergebnisse hervorbringen. Zum Auftakt können Bürgerinnen und Bürger sich bereits heute auf dem städtischen Portalwww.bonn-macht-mit.de über das Verfahren informieren und ihre Ideen dazu einbringen, wie der Prozess gut gelingen kann.
Gemeinsam zum Ziel
„Bonn4Future – Wir fürs Klima!“ erfuhr schon vor dem offiziellen Projektstart viel Unterstützung von mehr als 50 Bonner Initiativen. Den Macherinnen und Machern ist es aber wichtig, Menschen aus allen Bereichen der Bürgerschaft mit ins Boot zu nehmen. Das Verfahren soll von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragen werden.
Ein begleitendes Kommunikations- und Bildungskonzept widmet sich dem Aufbau eines Kommunikationsnetzwerkes. So werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gewonnen und dafür Sorge getragen, dass „Bonn4Future“ Gesprächsthema bleibt und viele Menschen zum Mitwirken motiviert werden.
Ein wichtiges Kommunikationsinstrument ist auch die stadtweite, interaktive Nachhaltigkeitsplattform. Sie wird Initiativen, Aktivitäten und Termine zum Thema klimaneutrale Stadt, Engagement für Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung im Kontext der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) sichtbar machen.
Hintergrund
Dem jetzt geschlossenen Kooperationsvertag war ein Bürgerantrag zur Beteiligung an der Zielerreichung der Klimaneutralität vorangegangen. Diesen haben Bonn im Wandel und die Klimawache Bonn Anfang des Jahres eingebracht. Mittlerweile wird das Mitwirkungskonzept von rund 50 Initiativen, Unternehmen und Organisationen unterstützt. Der Bürgerausschuss stimmte diesem zu. Bonn im Wandel hat daraufhin mit Unterstützung von Experten für Bürgerbeteiligung ein Konzept für das mehrstufige Verfahren erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung weiterentwickelt.
Mit einem Beschluss im September 2020 beauftragte schließlich der Rat der Stadt Bonn die Verwaltung, mit Bonn im Wandel einen Kooperationsvertrag zur Koordination und Umsetzung des zweijährigen Verfahrens abzuschließen. Dafür werden bis Ende 2022 Mittel in Höhe von bis zu 719.000 Euro bereitgestellt. Die Umsetzung des Projektes erfolgt im „Bonn4Future“-Projektbüro. Hier arbeiten vier erfahrene Expertinnen und Experten für Kommunikation und Beteiligung auf 2,4 Stellen, unterstützt durch das Bonn im Wandel-Kernteam. Von Seiten der Stadtverwaltung wird das Vorhaben durch eine halbe Stelle koordiniert und begleitet. Es gibt außerdem eine enge Anbindung an das Bürgerbeteiligungsportal „Bonn macht mit“. Das Partizipationsportal bündelt sämtliche Informationen zu Beteiligungsangeboten der Stadt Bonn und stellt Möglichkeiten der direkten Beteiligung bereit.
Bonn im Wandel versteht sich als Ideen- und Projektlabor für eine nachhaltige Stadt. Der Verein bringt ein großes Netzwerk sowie neun Jahre Erfahrung in der Initiierung und Organisation von zivilgesellschaftlichen Projekten und Veränderungsprozessen in das Verfahren mit ein.
Der Schweighofer Prize prämiert innovative Ideen, Technologien, Produkte und Services entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Forst-und Holzwirtschaft zu steigern.
Der Schweighofer Prize wird seit 2003 im Zwei-Jahres-Abstand verliehen und ist jeweils mit einem Gesamtbetrag von € 300.000 vor Steuern dotiert. Der Schweighofer Prize gliedert sich in einen Hauptpreis und mehrere Innovationspreise.
Alle natürlichen Personen und Personengruppen, ungeachtet ihres Alters, ihres Ausbildungsstandes oder ihres Arbeitsverhältnisses, welche eine Leistung entsprechend den Ausschreibungsbedingungen erbracht haben, sind teilnahmeberechtigt. Auch Organisationen können einreichen. In erster Linie sollen aber die Menschen, die bereits Großes für die Europäische Forst- und Holzwirtschaft geleistet haben oder gerade innovative Lösungen entwickeln, in den Mittelpunkt gerückt werden.
Wie lokale Initiativen und Vereine bei der Entwicklung und Durchführung von Klimaschutzprojekten aufNachbarschaftsebene unterstützt werden können, war Thema eines Expertentreffens am 4. Februar im Pestel-Institut in Hannover. Die Teilnehmer/innen aus Wissenschaft und Praxis diskutierten ein neues Förderkonzept des BMUB, das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative die lokale Umsetzung von Klimaschutz unterstützen soll.
Klimaschutz und Lebensqualität
Das Förderkonzept „Kurze Wege für den Klimaschutz“ sieht vor, den Aufbau konkreter Angebote für klimafreundliches Alltagshandeln zu fördern. Dies können beispielsweise Projekte sein, die sich kritisch mit Konsum, Nutzen und Besitzen auseinandersetzen und, wie etwa Repair-Cafés oder Verleihstationen. Auch nachbarschaftliche Initiativen und Mitmach-Aktionen für mehr Klimaschutz im Alltag sollen gefördert werden. Die Projekte der „Kurzen Wege für den Klimaschutz“ sollen Treibhausgasemissionen vermeiden und gleichzeitig den Zusammenhalt in der Nachbarschaft fördern sowie die Lebensqualität in Quartieren und Kommunen verbessern.
Lokal, regional, national – Erweiterung der Nationalen Klimaschutzinitiative
Das Förderkonzept wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI, www.klimaschutz.de) des Bundesumweltministeriums erarbeitet. Die Förderung wäre eine strategische Erweiterung des Leistungsspektrums der NKI, indem künftig auch lokale Initiativen mit ihren Ideen zur direkten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger unterstützt würden.
Weitere Informationen zur Nationalen Klimaschutzinitiative des BMUB unter www.klimaschutz.de.
Ansprechpartner/-partnerin:
Angelika Paar
ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
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