Hamburg fördert Holzbau und ökologische Dämmstoffe
Veröffentlicht
Anreiz zu weniger „Grauer Energie“ beim Bau von Nichtwohngebäuden
Die Stadt Hamburg fördert die Verwendung von Holz für den Neubau von Nicht-Wohngebäuden ab einer Nutzfläche von 100 m².
Der Einsatz von Holz in der Gebäudekonstruktion von Neubauten wird mit 800 € je Tonne Holzprodukt gefördert.
Außerdem werden Dämmstoffe mit dem Gütezeichen RAL-UZ 132 bzw. 140 (Blauer Engel) oder dem natureplus-Siegel mit einem Zuschuss von 10,– €/m² Bauteilfläche gefördert. Mindestens 80 Volumenprozent des wärmedämmenden Bauteilaufbaus müssen aus dem nachhaltigen Dämmstoff bestehen.
In einem Bürogebäude mit 1.000 m² beheizter Nutzfläche und Massivholzaußenwand – und -decken sind etwa 200 Tonnen Holz verbaut. Hierfür gäbe es eine Förderung von 160.000 €. Die maximale Förderhöhe beträgt je Gebäude 250.000 €*.
Neues Berlin und Berliner Stadtwerke erweitern Kooperation
Foto: Berliner Stadtwerke/Mathias_Voelzke
Die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin und die Berliner Stadtwerke haben ein weiteres gemeinsames Mieterstrom-Projekt vereinbart. In der Wohnanlage Mühlengrund in Hohenschönhausen entstehen sechs Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 500 Kilowatt. Mieter von mehr als 1.100 Wohnungen können bald von Ökostrom vom eigenen Dach profitieren.
Die zusammen 4.000 m² großen Solaranlagen werden auf insgesamt 23 Sechsgeschossern zwischen Falkenberger Chaussee, Rüdickenstraße und Am Breiten Luch, nahe dem S-Bahnhof Hohenschönhausen, errichtet. Mit ihnen lassen sich rund 420.000 Kilowattstunden Ökostrom im Jahr ernten und rund 235 Tonnen des Klimagases CO2 einsparen.
„Wir freuen uns sehr, dass Neues Berlin damit schon das dritte und dabei auch für Berliner Verhältnisse recht große Vorhaben mit uns gestartet hat“, sagt Dr. Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke, die darauf verweist, dass in der Wohnanlage Mühlengrund weiteres Ausbaupotenzial besteht. „Wenngleich wir Nachbesserungsbedarf im aktuellen EEG-Entwurf einfordern – etwa bei der Ausschreibungspflicht oder bei der Mieterstromlieferung an benachbarte Gebäude – sehen wir, dass Mieterstrom aktuell unter bestimmten Bedingungen und in enger Kommunikation mit den Bewohnern sowie der Genossenschaft auch unter schwierigen Bedingungen noch gelingen kann.“
„Gemeinsam mit der Berliner Stadtwerke GmbH haben wir in kürzester Zeit und ohne großen Aufwand umweltfreundliche Versorgungsprojekte auf Basis erneuerbarer Energien auf unseren Dächern umgesetzt. Wir freuen uns auf weitere Projekte wie dem im Mühlengrund, um noch mehr Mietern die Möglichkeit zu geben, vom Mieterstrom zu profitieren. In der Zusammenarbeit hat sich schnell gezeigt, dass beide Seiten mit größtem Interesse das Ziel verfolgen, einen ökologischen und gesellschaftlichen Beitrag für unsere Stadt zu leisten“, sagt Thomas Fleck, Vorstandsmitglied bei Neues Berlin.
Die Berliner Stadtwerke und die Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin haben 2019 bereits erfolgreich ein Mieterstromprojekt in der Wohnanlage Malchower Aue in Hohenschönhausen umgesetzt. Dort können sich seither rund 640 Haushalte mit günstigem Ökostrom vom eigenen Dach versorgen. Dafür wurden auf vier Gebäuden der Genossenschaft insgesamt fünf Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 224 Kilowatt installiert. In diesem Jahr haben die Berliner Stadtwerke eine bereits existierende Solaranlage auf dem Neues-Berlin-Gebäude Degnerbogen zur intelligenten Mieterstromanlage umgerüstet – ein kluges Modell für Besitzer von PV-Anlagen, die künftig aus der EEG-Förderung fallen.
Für die Berliner Stadtwerke ist die Umsetzung lokaler Ökostrom-Projekte ein wichtiges Etappenziel, um eine klimafreundliche und bezahlbare Versorgung für alle Einwohner zu ermöglichen. Hierfür werden u. a. in Wohnquartieren und auf öffentlichen Gebäuden Solarstromanlagen installiert, um sauberen Strom möglichst dort zu erzeugen, wo dieser auch verbraucht werden kann. Neben diesem lokalen Anlagenausbau bieten die Berliner Stadtwerke mit ihrem berlinStrom-Tarif stadtweit kommunalen Ökostrom an. Mehr als 19.000 Ökostrom-Haushalte zählt der einzige öffentliche Energieversorger Berlins heute zu seinem umweltbewussten Kundenstamm.
Auftragnehmer: Joachim Eble Architektur, Rolf Messerschmidt, Tübingen
EGS-Plan Ingenieurgesellschaft für Energie-, Gebäude- und Solartechnik mbH
IER Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität Stuttgart
Ergebnisse: Bei der Analyse der Jahresgesamtkosten werden neben den kapitalgebundenen Investitionskosten die laufenden Kosten und Erlöse in der Nutzungsphase mit berücksichtigt. Als Ergebnis dieser Vollkostenberechnung resultiert ein relativ homogenes Kostenniveau aller untersuchten Gebäudeenergiestandards. Bedingt durch die Fördermittel für die besseren Standards, niedrigeren Energiekosten und die Inanspruchnahme von Fördermitteln bleibt das Kostenniveau relativ unter den Gebäudeenergiestandards konstant. Somit sind bereits heute höherwertige Gebäudeenergiestandards bis hin zum „KfW 40 Plus-Standard“ wirtschaftlich attraktiv.
Der Einfluss der Gebäudeenergiestandards kann bei der Betrachtung der gesamten Konsumausgaben als untergeordnet eingestuft werden.
Bis zum Jahr 2018 verdoppelt sich die Anzahl an nachhaltig gebauten Gebäuden weltweit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „World Green Building Trends 2016“, die in dieser Woche von der Marktforschungsorganisation Dodge Data & Analytics veröffentlicht wurde. Über 1.000 Architekten, Ingenieure und Bauexperten aus 69 Ländern haben an der Studie teilgenommen, die eindrucksvoll unterstreicht, dass sich viel bewegt hat in Sachen Nachhaltigkeit im globalen Bau- und Immobilienmarkt.
Der Gemeinderat der Stadt Wels hat eine Deklaration zum Passivhaus-Bau verabschiedet. Darin wird der Magistrat beauftragt, bei allen Neubauten und Sanierungen der Stadt und städtischen Betriebe den energiesparenden Passivhaus-Standard anzustreben. Pate für diesen Beschluss, der einstimmig gefasst wurde, stand offenbar die Stadt Frankfurt a.M., die nach aktueller politischer Beschlussfassung künftig auch nur noch nach Passivhaus-Standard bauen will.
» nachrichten.at/regional/wels/685456
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und Services zu optimieren.
Funktional
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.