2:12 min., 6/2018
Projektinfos:
https://sdg21.eu/db/stegerwaldsiedlung-koeln
Schlagworte: Bestand, DE-News, Expo, Filme, Filme < 4 Min, Klimaschutz, Kommunen, News-Blog NRW, PV, Siedlungen, Umweltpolitik, Wohnbau, Wohnbau-Politik, Wärmedämmung
2:12 min., 6/2018
Projektinfos:
https://sdg21.eu/db/stegerwaldsiedlung-koeln
Difu-Studie gibt Empfehlungen für eine effektivere Nutzung von Fördermitteln in NRW
Personalmangel und hohe administrative Anforderungen sind zwei der Gründe, die Städte, Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (NRW) daran hindern, zur Verfügung stehende Mittel der Städtebauförderung fristgerecht abzurufen. Dies ist ein wichtiges Ergebnis einer Studie, die das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag des damaligen Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (jetzt: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung) erarbeitete.
In den vergangenen zehn Jahren nutzten rund 83 Prozent der Kommunen in NRW Städtebaufördermittel. Aufgrund einer sehr hohen Zahl an Projektanmeldungen – mit einem Gesamtvolumen von rund 1,45 Mrd. Euro – wurden vier- bis fünfmal mehr Mittel beantragt, als ursprünglich dafür vorgesehen waren. Dies verdeutlicht den hohen Bedarf der Kommunen und zugleich die grundsätzliche Akzeptanz des bestehenden Förderinstrumentariums.
Allerdings kritisieren über 80 Prozent der befragten Städte und Gemeinden das Vergaberecht, da der daraus resultierende Verwaltungsaufwand für sie ein zentrales Hemmnis für eine reibungslose Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln ist. Zudem bestehen aus Sicht der befragten Kommunen grundsätzlich große personelle Engpässe. Auch die bei der Antragstellung abzugebenden Kostenberechnungen für Fördermaßnahmen empfinden viele Kommunen als zu aufwändig und detailliert. Dies liegt auch daran, dass mehrjährige Vorausschätzungen immer mit Unsicherheiten bezüglich der eigentlichen zeitlichen Zuteilung durch die Zuwendungsgeber, die Preisentwicklung und mögliche, unvorhersehbare Entwicklungen behaftet sind.
Auf Basis der Ergebnisse seiner Befragung der nordrhein-westfälischen Kommunen empfiehlt das Difu deshalb einen Verzicht auf neue Programme zugunsten einer Zusammenführung und/oder eines Neuzuschnitts der bestehenden Bund-Länder-Programme zur Städtebauförderung. Außerdem sollten die bestehenden Verfahren flexibilisiert werden. Dies gilt insbesondere für die Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln durch die Kommunen beim Land. Aber auch die Kommunen müssen ihren Beitrag leisten: Städtebauförderung muss „Chefsache“ sein und erfordert ausreichende Personalressourcen und eine kontinuierliche Kooperation aller involvierten Fachämter und Kämmereien in Städten und Gemeinden. Beim Aufbau hinreichender Personalkapazitäten in den technischen Bereichen benötigen die Kommunen jedoch Unterstützung vom Land.
Die Studie ist als Printfassung oder pdf erhältlich:
https://difu.de/publikationen/2018/staedtebaufoerderung-in-nrw
Schlagworte:
Erneuerbare, Fördergelder, Klimaschutz, News-Blog NRW, Wohnbau-Politik
Kein Anhalten, kein Durchschlängeln, keine plötzlich geöffneten Autotüren: Mit dem Ausbau von Schnellstraßen nur für Fahrräder will Norwegens Regierung einen Anreiz schaffen, öfter mal das Rad zu nehmen.
Norwegens Ziel: weniger schädliche Emissionen und das bald. Der Schadstoffausstoß durch Verkehrs- und Transportmittel soll um ganze 50 Prozent reduziert werden. Für den Autoverkehr in der Stadt heißt dies: Er soll nicht weiter wachsen, ohne dadurch die Mobilität der Bürger einzuschränken. Norwegens Regierung spricht in diesem Zusammenhang von einem „Zero-Growth“-Ziel, Nullwachstum also.
Link zum Beitrag vom (leider nicht mehr Online; Stand 10/2020):
Schlagworte:
Bike-/Velo-City, News-Blog Europa (ohne DE), News-Blog Norwegen
Augsburg, 22.02.19: Die Stadtwerke Augsburg (swa) haben mit der Partnerfirma EXYTRON weltweit erstmals eine dezentrale Power-to-Gas-Anlage in eine bestehende Wohnanlage eingebaut und in Betrieb genommen. Damit kann eine Herausforderung der Energiewende gemeistert werden: überschüssiger, regenerativ erzeugter Strom wird in synthetisches Erdgas umgewandelt und kann damit vor Ort gespeichert werden. Die Verbrennung erfolgt dann in einem marktüblichen Blockheizkraftwerk und Brennwertthermen. Damit werden in der seit 1974 bestehenden Wohnanlage der Wohnbaugruppe Augsburg über 180 Bewohner in 70 Wohnungen klimafreundlich mit Strom und Wärme versorgt.
„Ich freue mich, dass dieses wegweisende Projekt als Kooperation von zwei städtischen Unternehmen umgesetzt wird“, erklärt Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl bei der Inbetriebnahme. „Diese innovative Smart-Energy-Technologie ist ein enormer Gewinn für den Klimaschutz und die Luftreinhaltung in Augsburg“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Alfred Müllner. „Sie reduziert den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), Stickstoffoxid und Feinstaub um bis zu 100 Prozent.“ Und die Anlage ermöglicht „die Energiewende für Alle“, so Müllner, auch für Mieter in Mietswohnungen.
In einem zunächst (nach KfW 100) sanierten Wohnblock mit knapp 5.400 Quadratmetern Wohnfläche der Wohnbaugruppe in der Augsburger Marconistraße wurde eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. Der Strom wird bevorzugt direkt von den Mietern verbraucht oder dazu genutzt, um in einer Elektrolyseanlage Wasserstoff zu erzeugen. Dieser wird umgehend mit dem Kohlendioxid aus der späteren Verbrennung zu synthetischem, regenerativem Erdgas umgewandelt und kann problemlos gespeichert werden. Bei Bedarf wird aus dem so gewonnen Erdgas mit einem Blockheizkraftwerk und Brennwertthermen Wärme und Strom für die Mieter erzeugt.
Ein geschlossener Kreislauf
„Bei dem System handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf“, erklärt Stadtwerke-Projektleiter Karl-Heinz Viets. „Die Abwärme aus der Elektrolyse und Methanisierung wird ebenfalls als Wärme für das Haus genutzt und das freiwerdende CO2 aus der Verbrennung im Blockheizkraftwerk und den Brennwertthermen wird aufgefangen und als Wertstoff ständig wieder für die Produktion von synthetischem Erdgas aus Wasserstoff eingesetzt. Zudem entstehen bei der Verbrennung von regenerativem Erdgas kein Stickoxid und keine Feinstäube.“
Nutzungsgrad von rund 90 Prozent
„Das Besondere: Der Strom aus der Photovoltaikanlage aber auch überschüssiger Strom aus dem Stromnetz, lässt sich so kurzfristig und saisonal mit dieser neuartigen Power-to-Gas-Anlage speichern“, erklärt Klaus Schirmer, Vertriebsleiter der ausführenden EXYTRON GmbH. „Und weil jegliche Wärme, die bei dem Prozess erzeugt wird, im Gebäude genutzt werden kann, ergibt sich ein bisher unerreichter Nutzungsgrad von rund 90 Prozent.“
Dieser von dem Rostocker Unternehmen EXYTRON entwickelte hocheffiziente Wirkungskreislauf, kann den CO2-Fußabdruck des alten, sanierten Gebäudeblocks deutlich auf das vergleichbare Niveau eines im Bereich der Bestandsbauten bisher noch nicht erreichten Passivhaus Plus Standards absenken. Damit kann der erst für das Jahr 2050 vorgesehene Klimaschutzstandard der Bundesregierung sozial verträglich bereits heute für ältere Bestandsbauten umgesetzt werden.
Die Mieter sparen
„Der Vorteil liegt darin, dass sich die Anlage ohne großen Aufwand in bestehende Gebäude einbauen lässt. Als kommunales Unternehmen sehen wir uns in einer Vorreiterrolle, dieses innovative Projekt mitzugestalten. Und das Beste ist: Die Mieter sparen noch dabei“, sagt Dr. Mark Dominik Hoppe. Der Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg betont auch: Sollte der Selbstversorgerzyklus unterbrochen sein, sorgen Strom und Gasanschluss dafür, dass trotzdem Energie und Wärme für die Bewohner verfügbar sind.
Das Pilotprojekt, das die swa zusammen mit der Wohnbaugruppe in Zusammenarbeit mit der EXYTRON GmbH ausführt, wurde von der Projektentwicklungsgesellschaft „energy forever“ (Dr. Johannes Strasser, Gundelfingen) initiiert und begleitet. Die Arbeiten an der Anlage starteten im Frühjahr 2018 und wurde Mitte Februar 2019 in Betrieb genommen.
Quelle: PM der Stadtwerke Augsburg
Links
www.sw-augsburg.de/power-to-gas
Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft:
www.sw-augsburg.de/…innovationspreis-fuer-das-power-to-gas-projekt-der-swa
https://exytron.online/klimafreundliches-wohnen-in-augsburg
www.powertogas.info/…exytron-klimafreundliches-wohnen-augsburg
Schlagworte:
Bestand, DE-News, Energiespeicher, Forschung, Klimaschutz, News-Blog Bayern, PV, Power-to-Gas, Quartiere, Siedlungen, Wettbewerbe & Preise, Wohnbau, eMobilität, Ökologie
Die Ausschreibung „Stadt der Zukunft – Auf dem Weg zu Plus-Energie-Quartieren” baut auf bisherige Erfahrungen aus dem Forschungsprogramm spezifische Schwerpunkte und F&E-Dienstleistungen auf. Einreichen können alle AkteurInnen, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsfragen im Zusammenhang mit Gebäuden, Quartieren und Städten befassen und die sich den neuen Herausforderungen der Digitalisierung im Bauwesen, der Realisierung von Plus-Energie-Quartieren und der Entwicklung innovativer Stadtbegrünungstechnologien stellen wollen.
Im Rahmen von „Stadt der Zukunft“ stehen für die 7. Ausschreibung rund € 8,3 Millionen zur Verfügung. Die Ausschreibung läuft bis 30.01.2020.
Die Leitthemen der „Stadt der Zukunft“ sind:
Faktoren wie lebenswerte Stadt, attraktiver Wirtschaftsstandort oder Grünraumgestaltung sind jedoch ebenfalls zu berücksichtigen.
Die Förderungen gliedern sich in 3 Ausschreibungsschwerpunkten mit folgenden Subthemen:
Ausschreibungsschwerpunkt 1 – Digitales Planen, Bauen und Betreiben
1.1 Digitales Planungs-, Bauprozess- und Betriebsmanagement
1.2 Digitales (Bau-)Datenmanagement und Datenerfassung
1.3 Intelligente Technologien und Nutzungsszenarien
1.4 Innovationslabor „Digitales Planen, Bauen und Betreiben“
Ausschreibungsschwerpunkt 2 – Auf dem Weg zum Plus-Energie-Quartier
2.1 Technologieentwicklungen auf dem Weg zum Plus-Energie-Quartier
2.2 Systemintegration und -kombination auf dem Weg zum Plus-Energie-Quartier
2.3 Demonstrationsgebäude und Demonstrationsquartiere
2.4 Innovationslabor „Forcierung von Interoperabilität im smarten Energiesystem“
Ausschreibungsschwerpunkt 3 – Innovative Stadtbegrünungstechnologien
3.1 Reduktion urbaner Hitzeinseln und sommerlicher Überhitzung
3.2 Multifunktionale Wand-, Dach- und Fassadensysteme zur Begrünung
3.3 Anwendung und Wirkung innovativer Stadtbegrünungstechnologien
Mehr Informationen:
zur Programmbeschreibung und
zum Ausschreibungsleitfaden
Schlagworte:
Beschaffung, Forschung, Fördergelder, Klimaschutz, Kommunen, News-Blog Österreich, Planungsbüros, Plusenergiehaus-/siedlung, Quartiere, SDG 2030, Siedlungen, Wohnbau